Russischer Kartfahrer Nachwuchspilot zeigt Hitlergruß und wird von Rennstall entlassen
Der russische Nachwuchs-Kartfahrer Artjom Sewerjuchin ist nach seinem Sieg im portugiesischen Portimão ohne Job. Der 15 Jahre alte Sewerjuchin, der aufgrund der Sanktionen im Sport gegen Russland unter italienischer Flagge startete, hatte auf dem Podium während der italienischen Hymne den sogenannten römischen Gruß gezeigt. Diese faschistische Geste wird in Deutschland auch als Hitlergruß bezeichnet. Nun trennte sich der schwedische Rennstall Ward Racing von seinem Nachwuchsfahrer.
Artem Severiukhin, 15, pounded his chest and raised his right arm in the gesture before laughing as he celebrated his victory in round one of the FIA Karting European Championship at Portimao, Portugal https://t.co/Jijpd3Vru2
— Sky News (@SkyNews) April 11, 2022
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Rennstall bezeichnet Verhalten als »inakzeptabel«
Ward Racing verurteile »die persönlichen Handlungen von Artjom Sewerjuchin während der Siegerehrung«, schrieb das Team in den sozialen Medien und sprach von einer »Manifestation unsportlichen Verhaltens« und einer »inakzeptablen Verletzung des ethisch-moralischen Sportkodexes«.
Das Team habe sich eindeutig gegen den Krieg Russlands gegen die Ukraine positioniert, hieß es in der Stellungnahme. Zudem reisten drei ukrainische Familien mit dem Team, »weil sie kein Zuhause mehr haben, wohin sie zurückkehren können«.
"I'm ready to be punished."
— Sky Sports News (@SkySportsNews) April 12, 2022
Artem Severiukhin, 15, has apologised after he performed an 'unacceptable gesture' when celebrating his victory in the FIA Karting European Championship. pic.twitter.com/5IHa3cP1hV
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Zuvor hatte der Weltverband Fia angekündigt, eine Untersuchung des »inakzeptablen Verhaltens« des Minderjährigen einzuleiten. Auf Videos im Internet ist zu sehen, wie Sewerjuchin bei der Siegerehrung des EM-Rennens im Kartódromo Internacional do Algarve in Portugal am Sonntag auf dem Siegerpodest den rechten Arm hebt, dabei die Hand ausstreckt und lacht.
In einem Video bei Instagram hatte sich Sewerjuchin am Montagabend noch unter Schluchzen für sein Verhalten entschuldigt und behauptet, dass seine Geste nicht als Hitlergruß gemeint gewesen sei, sondern er lediglich die Gesten einiger Jugendlicher im Publikum erwidert habe.