Mo Farah verpasst Norm für Olympische Spiele in Tokio - DER SPIEGEL
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Viermaliger Olympiasieger Läuferstar Mo Farah verpasst Tokio-Norm

Es war seine letzte Chance, doch Mo Farah hat die Norm für die Olympischen Spiele deutlich verfehlt. Der Traum vom dritten Gold in Folge über 10.000 Meter ist damit schon vor dem Start geplatzt.
Mo Farah bei den britischen Meisterschaften in Manchester
Mo Farah bei den britischen Meisterschaften in Manchester

Mo Farah bei den britischen Meisterschaften in Manchester

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Nathan Stirk / Getty Images

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Mo Farah wird nicht bei den Sommerspielen in Tokio dabei sein. Der 38 Jahre alte Brite verpasste am Freitagabend die internationale Olympia-Norm deutlich.

Über 10.000 Meter kam der Doppel-Olympiasieger von 2012 und 2016 bei den britischen Meisterschaften in Manchester in 27:47,04 Minuten ins Ziel – die Norm liegt bei 27:28,00 Minuten. Knapp drei Wochen zuvor war Farah in Birmingham beim Europa-Cup 27:50,54 Minuten gelaufen. Damals behinderte ihn allerdings eine Knöchelverletzung.

Lange Zeit war Farah am Freitagabend im richtigen Tempo unterwegs gewesen. Doch im letzten Viertel des Rennens baute der Superstar ab. Und da der britische Leichtathletikverband am Dienstag seine Sportler für Tokio benennt, wird Farah keine Chance mehr haben, sich für seine vierten Sommerspiele zu qualifizieren.

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Nach dem Lauf bedankte sich Farah am Mikrofon bei den Fans. »Vielen Dank an alle, die gekommen sind, um mich hier zu unterstützen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll – ich habe alles gegeben.« Auf die Frage eines Reporters, ob dies sein letzter Lauf auf der Bahn gewesen sein könnte, antwortete er: »Das ist eine schwierige Frage. Wenn ich nicht mit den Besten mithalten kann, trete ich nicht an, um in einem Finale einfach nur anzukommen. Der heutige Abend hat gezeigt, dass es nicht gut genug ist«, so Farah: »Ich hatte Glück, dass ich eine so lange Karriere haben konnte. Dafür bin ich dankbar, aber heute ging einfach nicht mehr.«

Sagt Farah Goodbye?

Sagt Farah Goodbye?

Foto: Chris Cooper / imago images/Action Plus

Farah hat in seiner Karriere insgesamt sechs Goldmedaillen über die Langstrecken bei Weltmeisterschaften gewonnen. Zwischen 2011 und 2017 triumphierte er jeweils dreimal über 5000 und 10.000 Meter. Zwischen 2011 und 2017 trainierte er beim umstrittenen Nike Oregon Project  um Alberto Salazar.

Farah ist neben Lasse Virén der einzige Läufer in der olympischen Leichtathletikgeschichte, der zweimal in Folge beide Langstrecken bei den Spielen gewonnen hat. Der Finne gewann 1972 und 1976 je zweimal Gold, Farah gelang das 2012 und 2016.

sak/sid/dpa