Olympiateilnehmerin in Paris Ugandische Läuferin Cheptegei stirbt nach Brandattacke, Ex-Freund unter Verdacht
Rebecca Cheptegei bei Olympia 2024
Foto: Gladys Chai von der Laage / Chai v.d. Laage / IMAGODie ugandische Läuferin Rebecca Cheptegei ist an den Folgen ihrer schweren Brandverletzungen gestorben. »Wir haben vom traurigen Ableben unserer olympischen Athletin Rebecca Cheptegei nach einem bösartigen Angriff ihres Freundes erfahren«, schrieb Donald Rukare, Präsident des Olympischen Komitees Ugandas, bei X. Auch der ugandische Leichtathletikverband bestätigte Cheptegeis Tod . Sie wurde 33 Jahre alt.
Cheptegei soll am Sonntag von ihrem ehemaligen Lebenspartner mit Benzin übergossen und angezündet worden sein, danach wurde sie in einem Krankenhaus in Kenia auf der Intensivstation behandelt. Nun erlag die Marathonläuferin ihren Verletzungen. Bei den Olympischen Spielen in Paris hatte sie den 44. Platz belegt.
We have learnt of the sad passing on of our Olympic athlete Rebecca Cheptegei OLY following a vicious attack by her boyfriend. May her gentle soul rest in peace and we strongly condemn violence against women. This was a cowardly and senseless act that has led to the loss of a… pic.twitter.com/V8Mog3oMOX
— Donald Rukare (@drukare) September 5, 2024
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Wie die Polizei am Dienstag mitgeteilt hatte, wurde Cheptegei in ihrem Haus von ihrem kenianischen Ex-Freund attackiert. Der Mann hatte sich ersten Erkenntnissen zufolge mit Benzin in das Haus in Endebess im Westen Kenias geschlichen, als Cheptegei mit ihren Kindern in der Kirche war. Bei ihrer Rückkehr habe er sie mit dem Benzin übergossen und angezündet, hieß es im Polizeibericht.
Cheptegei wurde ins Krankenhaus gebracht und dort am Montag auf die Intensivstation verlegt. Medienberichten zufolge waren über 75 Prozent ihrer Hautoberfläche verbrannt. Die Ermittlungen laufen.
Frauen in Kenia häufig Opfer von Gewalt
In Kenia ist Gewalt gegen Frauen weitverbreitet: Offiziellen Statistiken zufolge hat gut jede dritte Frau ab 15 Jahren schon körperliche Gewalt erlebt. Verheiratete Frauen sind besonders gefährdet, dem kenianischen Statistikamt zufolge wurden 41 Prozent der verheirateten Frauen und 20 Prozent der unverheirateten Frauen Opfer von Gewalt.
Immer wieder sind auch Athletinnen betroffen. Die damalige Weltrekordhalterin Agnes Tirop wurde 2021 in der kenianischen Stadt Iten erstochen, ihr Mann wurde verdächtigt. Sechs Monate später wurde die kenianische Läuferin Damaris Muthee Mutua in derselben Stadt tot aufgefunden.