Radsport: Tadej Pogačar gewinnt Eintagesrennen Strade Bianche trotz Sturz - DER SPIEGEL
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Schotterrennen Strade Bianche Pogačar landet im Brombeergestrüpp und ist trotzdem nicht zu schlagen

Mit Schürfwunden und Adrenalin ins Ziel: Radsportstar Tadej Pogačar dominierte das Eintagesrennen in der Toskana, trotz eines Fehlers und Landung im Straßengraben.
Tadej Pogačar beim Eintagesrennen Strade Bianche
Tadej Pogačar beim Eintagesrennen Strade Bianche

Tadej Pogačar beim Eintagesrennen Strade Bianche

Foto: Fabio Ferrari / AP

Beim Eintagesrennen Strade Bianche hat sich Tadej Pogačar auch von einem Sturz nicht aufhalten lassen. Zum dritten Mal gewann der Slowene das italienische Schotterrennen durch die Toskana, kam allerdings nach 5:13:59 Stunden und 213 Kilometern zerkratzt und blutig im Ziel an. »Es ist nicht die schönste Art zu gewinnen. Aber es ist nur Fleisch«, sagte der Weltmeister nach seinem 92. Karrieresieg.

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50 Kilometer vor dem Ziel war Pogačar nach einem Fahrfehler in einer Linkskurve hart auf den Asphalt gefallen, hatte sich überschlagen und war in einem Brombeergestrüpp im Straßengraben gelandet. »Es war ein Moment der Panik. Ich habe an alles gedacht, ob ich aufstehen kann, ob mein Rad in Ordnung ist. Ich hatte Glück, dass nichts gebrochen ist. Es hätte schlimm ausgehen können«, so Pogačar.

Am Ende lief es dann aber so wie fast immer, wenn Tour-de-France-Sieger Pogačar an den Start geht: Nach einer Attacke 18,5 Kilometer vor dem Ziel ließ der 26-Jährige seinen britischen Widersacher Tom Pidcock hinter sich und gewann schließlich im Alleingang auf der Piazza del Campo in Siena.

Eine Warnung für Pogačar

Der Sturz sollte für Pogačar allerdings auch eine Warnung sein. Bereits vor zwei Jahren hatte er sich mit einem folgenschweren Unfall beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich um eine gute Form für die Tour de France gebracht, wo er sich am Ende dem Dänen Jonas Vingegaard geschlagen geben musste.

In zwei Wochen steht mit Mailand-Sanremo (22. März) bereits der nächste prestigeträchtige Radsport-Klassiker an – neben Paris-Roubaix eines der zwei Monumente des Radsports, die in Pogačars Titelsammlung noch fehlen.

Bei Paris-Roubaix, der berüchtigten Strecke auf Kopfsteinpflaster, ging Pogačar bislang noch nie an den Start. Ob er sich das Rennen in diesem Jahr antut, will er nach Mailand-Sanremo entscheiden.

»Ich liebe die Klassiker. Sie sind Adrenalin pur. Ein eintägiger Schock, der nichts mit dem Leiden über drei Wochen hinweg zu tun hat«, hatte er zuletzt der »L'Equipe« gesagt. Drei der fünf bedeutendsten Klassiker des Radsports hat Pogačar bereits gewonnen.

mlb/dpa/sid