1. Tour-Etappe: Casper gewinnt Massensprint - DER SPIEGEL
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1. Tour-Etappe Casper gewinnt Massensprint

Die Sprinter hatten auf der ersten Tour-Etappe das Finale für sich. Nach 184,5 Kilometern siegte der Franzose Casper, Milram-Kapitän Zabel wurde knapp geschlagen. Der vormalige Spitzenreiter Hushovd landete im Krankenhaus. Gelb trägt nun ein US-Amerikaner.
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Straßburg - Jimmy Casper (Team Cofidis) gewann mit einer Reifenlänge vor dem Australier Robbie McEwen und Erik Zabel und holte sich damit das Grüne Trikot des Sprintbesten. Weltmeister Tom Boonen aus Belgien hatte den Spurt zu früh angezogen. Der Träger des Gelben Trikots, Thor Hushovd aus Norwegen, musste nach einer Zuschauerattacke nach dem Zieleinlauf mit einer klaffenden Wunde am Arm ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ab morgen fährt der Amerikaner George Hincapie vom Team Discovery Channel in Gelb, er ist dank der Zeitgutschriften neuer Gesamtführender.

"Es war schön, nach zwei Jahren Abstinenz wieder bei der Tour dabeizusein", sagte Zabel, "ich habe mich ganz gut geschlagen. Mit 35 Jahren ist man im Sprint natürlich nicht mehr der Allerschnellste auf der Zielgeraden."

Lange Zeit hatte eine siebenköpfige Ausreißergruppe das Rennen bestimmt. Sie hatte bis zu fünf Minuten Vorsprung. In ihr befand sich auch Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner, der sich mit einem Sieg bei der einzigen Bergwertung des Tages das gepunktete Trikot des Führenden in der Bergwertung sicherte, das er auf der Etappe morgen tragen wird. Knapp 20 Kilometer vor dem Ziel wurden die Ausreißer eingeholt.

"Unsere Gruppe hat ganz gut harmoniert, deshalb sind wir so lange vorn gefahren. Ich habe dann alles auf die Bergwertung gesetzt", sagte Wegmann. Die Etappe führte über 35 Kilometer durch Deutschland, viele Fans säumten die Straßenränder. "Die Stimmung war super, ich habe Gänsehaut bekommen", erzählte der Gerolsteiner-Profi.

Unterdessen spricht auch T-Mobile-Teamchef Olaf Ludwig nach der Veröffentlichungen der Dokumente aus dem Doping-Skandal von "Handfesten Beweisen" gegen Jan Ullrich, die eine Suspendierung unabdingbar gemacht hätten. An eine Unschuld des Tour-Siegers von 1997 scheint Ludwig nicht zu glauben. Ebenso wenig, dass Ullrich ein "Opfer" seines ehrgeizigen sportlichen Betreuers Rudy Pevenage geworden ist. "Beide haben sich gegenseitig voll vertraut", sagte Ludwig.

bri/sid/dpa