12. Tour-Etappe: Zabel knapp geschlagen - DER SPIEGEL
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12. Tour-Etappe Zabel knapp geschlagen

Pech für Erik Zabel: Der Sprinter musste sich in Castres mit dem zweiten Platz begnügen. Erster wurde Grün-Träger Boonen, der seinen zweiten Tageserfolg feierte. In der Gesamtwertung bleibt Michael Rasmussen aus Dänemark vorn.
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Hamburg - Nur Tom Boonen war nach 178 Kilometern schneller als der Deutsche aus dem Team Milram. Dritter wurde der Südafrikaner Robert Hunter, der die gestrige Etappe gewonnen hatte. Neunter wurde Gerolsteiner-Profi Robert Förster.

Boonen (re.) vor Zabel (li.): Jugend vor Erfahrung

Boonen (re.) vor Zabel (li.): Jugend vor Erfahrung

Foto: DPA

Zabel zeigte sich auch über den zweiten Platz erfreut: "Am Ende hat Quickstep das Tempo so schnell gemacht, dass man kaum noch vorbei kam. Ich habe um Boonens Hinterrad gekämpft, bin dann aber am Tretlager stecken geblieben." Der Milram-Kapitän belegt in der Punktwertung mit jetzt 174 Zählern den dritten Rang hinter Boonen (195) und Hunter (175).

Das Gelbe Trikot des Führenden in der Gesamtwertung verteidigte Rasmussen. Er durfte heute starten, obwohl gestern Abend bekannt geworden war, dass der dänische Verband ihn schon vor vier Wochen aus dem Nationalteam geworfen hatte, weil er bei drei Dopingkontrollen nicht angetroffen worden war. Auch die anderen Favoriten kamen mit dem Hauptfeld ins Ziel, Andreas Klöden vom Team Astana ist in der Gesamtwertung Siebter.

Das Peloton legte bei der heutigen Etappe in der ersten Stunde 43,4 Kilometer zurück, ehe sich der Spanier Amets Txurruca (Euskatel) und Lokalmatador Perrick Fedrigo (Bouygues) zu einer Attacke entschlossen. Beide spielen in den Top 30 des Gesamtklassements keine Rolle, folglich wurde die Offensive von den Favoriten gebilligt.

Erst als die Ausreißer trotz mäßigem Tempo von 41,2 Kilometern pro Stunde den Vorsprung über die 10-Minuten-Marke schraubten, wurde im Peloton reagiert, wobei Marcus Burghardt vom T-Mobile Team zwischen dem Spitzenduo und dem Hauptfeld als Solist seine Kräfte vergeudete. Immerhin holte der Tour-Neuling bei den Zwischenwertungen am Berg und im Sprint noch Punkte. Dann beorderte ihn Teamleiter Valerio Pivo zurück.

Die beiden Ausreißer wurden erst 1100 Meter vor dem Ziel von der Sprinter-Armada eingefangen. Nach dem Rennen bereute Burghardt seine Einlage: "Ich wollte gar nicht ausreißen, hab's dann aber doch versucht. Das war ein Fehler, ich habe dabei viel Kraft gelassen."

Für Milram-Profi Alberto Ongarato endete die Tour-Premiere heute im Krankenhaus. Der Italiener hatte sich bei einem Sturz nur wenige Minuten nach dem Aufbruch in Montpellier eine Verletzung an der rechten Schulter zugezogen. Mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch musste er aufgeben.

Morgen steht das erste lange Zeitfahren der Tour auf dem Programm. Rund um Albi müssen die Fahrer 54 Kilometer zurücklegen.

bri/sid/dpa

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