18. Tour-Etappe: Ullrich holt auf - DER SPIEGEL
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18. Tour-Etappe Ullrich holt auf

Der Spanier Marcos Serrano ist der Sieger der 18. Etappe. Auch für T-Mobile verlief der Tag erfreulich: Jan Ullrich hat im Kampf um einen Podestplatz Boden gut gemacht. Außerdem ist sein Team wieder Erster der Mannschaftswertung.
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Mende - Nach einer starken Leistung im Zentralmassiv ist Jan Ullrich wieder näher an die Podiumsplätze herangerückt. Der T-Mobile-Kapitän rang Mickael Rasmussen (Rabobank) auf dem 18. Teilstück über 189 Kilometer von Albi nach Mende 37 Sekunden ab und verringerte damit seinen Rückstand auf den dritten Platz auf 2:12 Minuten. Rasmussen ist dafür das Trikot das besten Bergfahrers dieser Tour seit heute nicht mehr zu nehmen.Der sechsmalige Toursieger Lance Armstrong bleibt dagegen unantastbar - auch auf den steilen Anstiegen zum Schluss dieser Etappe überzeugt der Amerikaner mit starker Form. Den Tagessieg holte sich der Spanier Marcos Serrano nach 4:37:36 Stunden. Zweiter wurde 27 Sekunden dahinter der Franzose Cédric Vasseur (Cofidis) vor dem Belgier Axel Merkx (Davitamon-Lotto).Matthias Kessler gehörte als einziger Deutscher zu einer zehnköpfigen Ausreißergruppe, die diesen Tagesabschnitt dominierte. Der T-Mobile-Profi konnte aber die Tempoverschärfung auf dem 3,1 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 10,1 Prozent Steigung nicht mehr mitgehen und wurde 1:44 Minuten zurück Etappenachter.Da allerdings kein Discovery-Fahrer in dieser Ausreißergruppe vertreten war, holte sich das T-Mobile-Team den ersten Platz in der Teamwertung zurück und liegt nun 11:26 Minuten vor der amerikanischen Equipe. Der Bonner Radrennstall hat die Teamwertung 1997 und 2004 bereits gewonnen.

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Armstrong, Ullrich, Ivan Basso (CSC) und Cadel Evans (Davitamon-Lotto) erreichten 11:17 Minuten hinter Serrano das Ziel. Vor allem Armstrong und Basso hatten auf dem Schlussanstieg Tempo gemacht. Rasmussen musste abreißen lassen, auch Ullrich hatte zunächst Probleme, kämpfte sich aber schließlich wieder heran. "Ich habe heute gekämpft und Rasmussen ein paar Sekunden abgenommen. Morgen wird das der Streckenverlauf nicht zulassen. Da wird Discovery das Rennen kontrollieren und ich kann mich für das Zeitfahren schonen. Gut, dass Matthias Kessler bei der ersten Gruppe dabei. Das war sehr gut für die Mannschaftswertung", sagte Ullrich, der im Ziel sichtlich erschöpft war: "Mir pfeifen ganz schön die Lungen."Dafür gab es Lob von Sportdirektor Mario Kummer: "Diese 37 Sekunden können noch ganz wichtig sein, auch wenn der Rückstand immer noch recht groß ist. Wir sollten Rasmussen nicht unterschätzen, er ist gut drauf." Im Kampf um Rang drei kommt es nun für Ullrich aufs Zeitfahren am Samstag an. Hier kann er viel Zeit aufholen, denn der Kampf gegen die Uhr ist nicht Rasmussens Stärke.Im Gesamtklassement liegt Armstrong mit einem Vorsprung von 2:46 Minuten auf den Italiener Basso weiter in Führung. Dritter bleibt 3:46 Minuten zurück Rasmussen, der am Donnerstag vorzeitig die Bergwertung gewann. Ullrich (5:58) hat als deutlich besserer Zeitfahrer nun aber beim Kampf gegen die Uhr am Samstag in St. Etienne gute Chancen, auf Platz drei vorzurücken. Bester Gerolsteiner-Profi bleibt Levi Leipheimer (8:12) auf Platz sechs, dicht gefolgt vom achtplatzierten T-Mobile-Profi Alexander Winokurow (10:11).Ziegler wechselt zu T-MobileWährend der Tour betreibt das T-Mobile-Team weiter seine Personalplanung für die kommende Saison. Aktuell hat der Rennstall Thomas Ziegler vom Team Gerolsteiner verpflichtet. Der 24 Jahre alte Thüringer, der in Erfurt wohnt, erhält einen Zweijahres-Vertrag. Ziegler ist bereits die dritte Neuverpflichtung bei den Bonnern, die zuvor Verträge mit Deutschland-Tour-Gewinner Patrick Sinkewitz (Fulda) und Zeitfahrweltmeister Michael Rogers (Australien) vom belgischen Team Quick Step abgeschlossen hatten.