2. Runde Debakel für das deutsche Quintett
Sydney - Die fünf deutschen Golfprofis sind beim mit vier Millionen Mark dotierten "Greg Norman Holden International"-Turnier in Sydney am Cut gescheitert. Sven Strüver (70+75) wie auch Erol Simsek (74+71) fehlte am Freitag mit jeweils 145 Schlägen nur ein einziger Schlag, um sich für die beiden letzten Runden auf dem Par-73-Kurs zu qualifizieren. Das Duo teilte sich Rang 73 unter 156 Teilnehmern.
Pech hatte auch der Münchner Alexander Cejka (146-75+71), der sich bei seinem zweiten Saisonstart erst auf der zweiten Runde steigern konnte und den 83. Platz erreichte. PGA-Tour-Neuling Tobias Dier (Nürnberg) kam mit 148 (74+74) auf Rang 110. Thomas Gögele (Semlin) war mit 149 (75+74) als 117. noch schlechter. Immerhin ist das deutsche Quintett in prominenter Gesellschaft: Titelverteidiger Michael Campbell (145) aus Neuseeland und der dreimalige Masters-Sieger Nick Faldo (149/England) verpassten die letzten beiden Runden. Sven Stüver beendete seine Runde mit einem Bogey am 17. Loch und lag am 18. zum Birdie, doch einen eigentlich leichten Ein-Meter-Putt schob er am Loch vorbei. Den Frust über den um einen Schlag verpassten Cut bekam anschließend sein Putter zu spüren.
Der Spanier Sergio Garcia verteidigte mit 133 (64+69) die Spitze vor Greg Norman (134-66+68), der diesem Einladungsturnier den Namen gegeben hat. Einen Tag vor seinem 46. Geburtstag lieferte der australische Star dem 21-jährigen Garcia ein packendes Duell.
"Die sind alle dünn wie Rechen"
Norman, in der Golfwelt auch unter dem Namen "The Great White Shark" oder "Der Weiße Hai" bekannt, freute sich über seinen gelungenen Arbeitstag. "Ich bin immer noch richtig heiß aufs Gewinnen. Das ist wie Fahrradfahren, so etwas verlernt man nie", sagte der 46-Jährige anschließend, der sich an den letzten beiden Tagen mit der jüngeren Garde der Profigolfer messen muss.
Spitzenreiter Garcia ist gerade mal 21 Jahre alt, der Drittplazierte Aaron Baddeley sogar nur 19. "Diese Kids sind schon mit Erfahrung auf die Welt gekommen", zeigt sich Norman voller Respekt gegenüber der jungen Generation. "Die sind zwar alle dünn wie Rechen, aber sie sind fein abgestimmte Athleten. Da ist null Körperfett auszumachen, und wenn sie müssen, können sie ohne Probleme 100 Löcher am Tag durchhalten - nicht nur körperlich, sondern auch mental."