Abgetaucht Deutsche Schwimmer paddeln hinterher
Sydney - Die deutschen Rückenschwimmerinnen Sandra Völker (Hamburg) und Antje Buschschulte (Magdeburg) haben ein Debakel erlebt. Beide verpassten am Sonntag im Aquatic Center das Finale über 100-Meter-Rücken. Die deutsche Meisterin Buschschulte schwamm im Halbfinale nur 1:01,91 Minuten, Sandra Völker enttäuschte mit einer Zeit von 1:03,01 Minuten. Nach dem katastrophalen Scheitern des Brustschwimmers Mark Warnecke am Samstag ist das Ausscheiden von Völker und Buschschulte die nächste kapitale Enttäuschung für den deutschen Schwimmverband.
Des deutschen Fiaskos ungeachtet gab es am Sonntag drei neue Weltrekorde. Die Holländerin Inge de Bruijn schwamm über 100-Meter-Schmetterling in 56,61 Sekunden zu Gold. Ihr Landsmann Pieter van den Hoogenband stellte im Halbfinale über 200-Meter-Freistil mit 1:45,35 Minuten eine neue Weltbestzeit auf. Der Vizeeuropameister konnte dabei sogar den australischen Wunderschwimmer Ian Thorpe ausstechen, der im anderen Semifinalrennen allerdings nur 16 Hundertstelsekunden langsamer war. Am Montag im Finale wird Thorpe alles daransetzen, sich den Weltrekord zurückzuholen und zum dritten Gold in Sydney zu schwimmen.
Zu den zwei holländischen Weltrekordlern gesellte sich der Amerikaner Tom Dolan, der über 400-Meter-Lagen in einer neuen Bestzeit von 4:11,76 Minuten gewann. Dolan verbesserte damit seine eigene Rekordmarke aus dem Jahr 1994 um 54/100 Sekunden. Silber ging an seinen Mannschaftskameraden Erik Vendt, Bronze an den Kanadier Curtis Myden.