Ablenkungsmanöver Armstrong kokettiert mit Karriereende
Hamburg - "Es könnte mein letztes Jahr sein. Das hätte ich vor zwölf Monaten noch nicht für möglich gehalten", sagte Armstrong in einem Interview mit der englischen Zeitung "The Times". Allerdings möchte der 32-Jährige nicht mit einer Niederlage aufhören. "Wenn ich krank bin, will ich nicht sterben. Wenn ich Rennen fahre, will ich nicht verlieren. Sterben und verlieren ist das gleiche", sagte der von einem Krebsleiden genesene Armstrong.
Für seinen größten Rivalen im Kampf um den Tour-Sieg hält Armstrong weiter Jan Ullrich. In der Vorbereitung auf die Frankreich-Rundfahrt ist Armstrong dem Deutschen bereits einen Schritt voraus. Der US-Amerikaner gab bei der Algarve-Rundfahrt vergangene Woche ein erfolgreiches Saisondebüt. "Ich dachte nicht, dass ich das Zeitfahren gewinne, aber ich habe gewonnen. Zu dieser Jahreszeit bin ich noch nicht auf dem Gipfel meiner Form, dort werde ich im Juli bei der Tour sein", sagte Armstrong.
"Ich möchte wissen, was Jan gedacht hat, als er von meinem Sieg in Portugal gehört hat. Wenn ich umgekehrt gehört hätte, dass Jan im Februar ein Zeitfahren gewinnt, hätte ich mich hingesetzt und wäre 50-mal wieder aufgestanden. Nur um mir selbst zu sagen, dass ich etwas tue", sagte Armstrong, dessen Rivale Ullrich erst am Sonntag im spanischen Almeria sein erstes Saisonrennen bestreitet.