Absagenflut: WM ohne Topstars - DER SPIEGEL
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Absagenflut WM ohne Topstars

Die Radsport-WM im französischen Plouay verdient ihren Namen nicht wirklich. Neben dem verletzten Jan Ullrich fehlen beim Zeitfahren am Donnerstag mit Olympiasieger Wjatscheslaw Jekimow (Russland) und Lance Armstrong (USA) auch die beiden anderen Medaillengewinner von Sydney. Andreas Klöden musste ebenfalls absagen.
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Plouay - Auch die starken Zeitfahrer Roberto Heras, Joseba Beloki (beide Spanien) sowie Ex-Weltmeister Alex Zülle (Schweiz) fehlen beim Titelkampf in der kalten und regnerischen Bretagne. "So gern wir Jan Ullrich hier gesehen hätten, das wäre nichts gewesen", sagte Telekom-Teamsprecher Olaf Ludwig. Ullrich, zweifacher Medaillengewinner in Sydney, sitzt nach seinem Sturz und der folgenden Operation zu Hause, kann nur mit Schmerzen essen und die Rennen lediglich am Fernseher verfolgen. Für die deutsche Equipe treten im Kampf gegen die Uhr Jens Voigt (Berlin) und Michael Rich (Waldkirchen) in die Pedalen. "Mit Abraham Olano und Laurent Jalabert sind zumindest noch zwei Klassefahrer dabei. Aber dahinter ist alles offen, an einem guten Tag auch für Michael und mich", beurteilt Voigt die Chancen der Deutschen.

Nachwuchsstar Klöden, Bronzemedaillengewinner im olympischen Einzelrennen, leidet unter einem Infekt, den er sich beim Weltcuprennen Paris - Tours am vergangenen Sonntag eingefangen hat. "Andreas Klöden kann beim Zeitfahren nicht antreten. Aber ich denke, bis zum Einzelrennen am Sonntag werden wir ihn optimal hinbekommen", so Ludwig.

Doch auch das Einzelrennen muss auf einige Spitzenfahrer verzichten: Erik Dekker (Holland/keine Form), Fernando Escartin (Spanien/Saison beendet), Johan Museeuw (Belgien/verletzt), Mario Cipollini (Italien/Saison beendet) und Marco Pantani (Italien/nicht nominiert).

Das Fehlen der Stars kommentiert Ullrich-Manager Wolfgang Strohband verärgert: "Eine Weltmeisterschaft im Oktober ist Nonsens. Die muss wie früher wieder in den August, damit die Titelträger wenigstens in den Rennen danach auch noch ihr Trikot präsentieren können. Ich kann nicht nachvollziehen, was den Weltverband vor fünf Jahren bewogen hat, die WM an das Ende der Saison zu legen."