Achilles' Ferse Ab und an nützt nur Geduld
Übungen im Liegen: Am Strand macht das wahrscheinlich sogar Spaß
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Hallo Herr Pajonk,
ich habe mir den Außenknöchel gebrochen und die Bänder gerissen (Weber B-Fraktur und distale Fibula rechts). Vor zwei Wochen wurden eine Platte und eine Stellschraube eingesetzt. Seitdem hat meine Beinmuskulatur erschreckend schnell und stark abgebaut. Alle Übungen, die ich zum Aufbau der Wadenmuskulatur finde, werden im Stehen gemacht. Ich darf den Fuß aber erst nach sechs Wochen wieder belasten. Haben Sie ein paar Übungen, die ich im Sitzen oder Liegen machen kann?
Vielen Dank und liebe Grüße, Sandra
Liebe Sandra,
da Du nach Übungen fürs Liegen fragst, fällt mir ein, was ein paar Studien gezeigt haben:
Sex macht fit und aktiv . Mit bisschen Kreativität hilft's vielleicht auch den Beinmuskeln.
Gruß, Achim Charles Kinsey
Liebe Sandra,
leider muss der Fuß entlastet werden, damit der Knochen in Ruhe verheilen kann. Zum Trost: Die Tatsache, dass bei einem Knochenbruch erschreckend schnell die Muskulatur schwindet, teilen viele andere mit dir. Wenn alles gut verheilt, was mit einer Röntgenkontrolle verfolgt wird, kannst Du dann wieder langsam anfangen, vernünftig zu trainieren. Leider hilft alles nichts: Du brauchst Geduld.
Beste Grüße, Dirk Pajonk
Hallo Achim und Experten,
seit vergangenem Sommer laufe ich nicht nur drei Mal die Woche im Wald, sondern wechsle moderates Krafttraining ab mit Cardiotraining im Fitnessstudio. Ich bin 1,83 Meter groß und habe in den ersten drei Monaten mein Gewicht schnell von 97 Kilogramm um 15 Kilo reduzieren können. Doch seit September stagniere ich, obwohl ich durchgängig schneller werde und mich auch sehr konsequent ernähre (2000 Kilokalorien am Tag / maximal 80 Gramm Kohlenhydrate). Anfangs trainierte ich sieben Tage die Woche, inzwischen nur noch an fünf Tagen, da ich das Gefühl hatte, dass mein Körper Regeneration braucht. Ich habe versucht, meine Ernährung weiter einzuschränken, aber fühlte mich dann sehr ungesund und bekam leichte Muskelschmerzen.
Beim Cooper-Test laufe ich 3200 Meter und auch längere Distanzen erschöpfen mich nur moderat. Nun möchte ich noch fünf Kilogramm mehr Gewicht verlieren - doch die Rettungsringe bleiben trotz disziplinierten Trainings. Da ich nicht mehr Zeit investieren kann als die fünf Mal anderthalb Stunden Training pro Woche, erhöhe ich immer weiter das Tempo auf dem Laufband. Bringt das überhaupt was? Ich lese auch immer wieder, ein Endspurt wäre schädlich - ist das wahr? Zur Zeit verbringe ich 50 Prozent der Trainingszeit mit Krafttraining und 50 Prozent mit Ausdauer. Sollte ich das Verhältnis verschieben?
Viele Grüße, Julian
Lieber Julian,
Danijel Peric, The Godfather of Crunch, sagt, dass schon 20 Minuten Training für einen Waschbrettbauch reichen. Der Mann muss es wissen, sein Bauch ist so hart, dass
sogar Autos drüberrollen . Erfahrungsbericht von mir: Weizenbier hilft nicht.
Viel Erfolg bei der Mission Wampentod, Achim
Lieber Julian,
mit 1,83 Meter und nun 82 Kilogramm bist du sehr gut dabei. 15 Kilogramm in drei Monaten abzunehmen, ist eine sehr gute Leistung. Die letzten Bauchringe brauchen jetzt einfach noch eine Weile. Bitte baue tatsächlich deine Ausdauer aus. Laufe länger mit Puls zwischen 144 und 164, das wird dir eine weitere Entwicklung deiner Ausdauer bringen. Konzentriere dich beim Krafttraining tatsächlich eher auf die Bauchmuskulatur. Fünf Tage Training reichen aus, um weiter am Gewicht zu arbeiten. Deine Frage zum Endspurt: Es ist nicht schädlich im Sinne von ungesund, es ist schädlich im Sinne von Trainingsreiz. Wenn ein Dauerlauf auf dem Plan steht, gestalte den durchgängig moderat. Wenn du einen Tempotag machst, gestalte deine Intervalle intensiv. Bitte laufe fünf Mal in der Woche und baue jeweils im Anschluss einige Kraftübungen ein. Die Kombi wird dir deinen Erfolg bringen.
Viel Spaß und alles Gute, Jens Karraß
Zum Schluss noch etwas aus der Rubrik "Leser schreiben Lesern":
Liebe stillende Mütter und Lauffans,
ich muss hier mal eine Lanze brechen - ja,
ihr könnt stillen und Sport treiben und dabei viel Spaß haben. Entscheidend ist aber, dass es euch dabei gut geht und ihr viel trinkt! Wer wie ich dabei noch Kinderwagen schiebt, merkt sowieso, dass das Tempo langsamer ist als vorher. Ich bin selbst bis drei Wochen vor der Geburt meiner Tochter gejoggt und habe vier Wochen danach wieder langsam angefangen. Nach und nach hat sich mein altes Leistungsniveau wieder eingestellt (ja, da hieß es Geduld haben). Und als meine Tochter gut ein Jahr alt war, bin ich meinen ersten Marathon gelaufen. Gestillt habe ich übrigens ein ganzes Jahr. Und das Training mit Baby und Kinderwagen war eine prima Abwechslung - kann ich nur empfehlen!
Gruß, Anja