Achilles' Ferse: Bewegung ohne Banane - DER SPIEGEL
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Achilles' Ferse Bewegung ohne Banane

Dieses Problem kennen viele: Es schmeckt so gut, dass man nicht mehr aufhören mag. Gott sei dank weiß Achim Achilles Rat, nicht nur in dieser schwierigen Angelegenheit. Heute verrät er auch, wie die afrikanischen Wunderläufer mit ihren Kalorien haushalten und was seine literarischen Ambitionen sind.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hallo Achim,

mich würde interessieren, ob es deine Tagebuchaufzeichnungen auch mal als gedrucktes Werk geben wird - das würde ich sofort kaufen.
Danke, Claudius

Lieber Claudius,
das ist die zweitmeistgestellte Frage nach: Wie nehme ich endlich schneller mehr ab? Die Antwort ist allerdings leichter: Sobald ein Verlag einen zweistelligen Millionenbetrag bietet und George Lucas die Filmrechte kauft. Keine Sorge, ich werde rechtzeitig darauf hinweisen. Einen Buchbeitrag von Achim Achilles gibt es im Standardwerk "Joggen in Berlin" von Jens Karraß (Nicolai'sche Verlagsbuchhandlung).
Besten Gruß, Achim


Lieber Achim,
ich bin ja kein Diätspezialist, aber Hunger halte ich für den falschen Weg schon wegen des Jo-Jo-Effekts. Versuch's doch mal mit der GLYX-Diät. Man kann reichlich essen, muss nur die Kohlenhydrate im Auge behalten. Verträgt sich diese Methode mit hartem Training?
Lieben Gruß, Isolde

Liebe Isolde,
wenn genügend Energiereserven (besseres Wort für Fett) am Körper sind, dann kannst du eine ganze Weile fleißig trainieren und davon zehren. Im Prinzip gilt: Laufen und weniger Kohlenhydrate (aber auch Fett) aufnehmen, dann klappt es bald mit der Traumfigur. Richtig hartes Training hingegen verlangt viel Energie, die mit Kohlenhydraten effizient und schnell bereitgestellt wird. Zumal der Körperfettanteil von Viel-Läufern nicht mehr viel hergibt. Tipp an alle Strunz-Leser: Regelmäßiges Training soll den Körper in die Lage versetzen, so lange wie möglich mit den vorhandenen Kohlenhydraten zu laufen. Der Körper lernt, effizient im Verbrauch zu werden und das bessere Speichern in Leber und Muskulatur. Afrikaner schaffen den Marathon ganz ohne Banane, weil sie ihren Stoffwechsel durch viele Läufe trainiert haben. Das ist der Trick.
Besten Gruß, Jens Karraß


Hallo Achim,
seit einem Jahr kann ich nicht mehr laufen, da ich immer nach dem dritten Trainingstag Schmerzen in beiden Unterschenkeln (Schienenbein) bekam. Vorher bin ich in der Woche bis zu 45 Kilometer gelaufen. Außer Ruhe und Reizstrom konnte mir mein Arzt nicht weiterhelfen. Auch nach einem halben Jahr Pause kamen die Schmerzen wieder. Neue Laufschuhe mit Einlagen und Laufanalyse haben auch nicht weiter geholfen. Vom Laufen auf der Straße bin ich in den Park gewechselt, auch ohne Erfolg. Was kann ich noch machen?
Grüße aus Berlin, Michael

Lieber Michael,
nach einer Pause von mehreren Wochen oder gar Monaten sollte man nie dort ins Trainingsprogramm einsteigen, wo man aufgehört hat. Während der Pause haben Sie nicht nur an Kondition verloren, auch Ihr Halteapparat ist schwächer geworden. Wenn Sie plötzlich wieder loslegen, sind Beschwerden programmiert. Es braucht Sie einige Wochen Zeit, bis die geschwächten Muskeln, Sehnen und Bänder die Trainingsbelastung wieder verkraften. Wenn sich erneut Beschwerden einstellen, gilt: Pensum reduzieren, immer unter der Schmerzschwelle bleiben. Also: Wenn Sie nach 30 Minuten Probleme bekommen, laufen Sie nur 25 Minuten. Wenn es am dritten Trainingstag schmerzt, dann laufen Sie nur zwei Tage und pausieren dann. Und vernachlässigen Sie dabei nicht die Dehnungs- und Kräftigungsübungen.
Gruß, Dr. Fernando Dimeo


Hallo Achim!
Ich walke seit einiger Zeit zweimal eine Stunde in der Woche, da mein Arzt mir das empfohlen hat, wegen des Gewichtes (bin gerade so an der Grenze vom Normal- zum Übergewicht), um die Gelenke nicht zu sehr zu belasten und weil Walken letztendlich genauso viel Fett verbrennt wie Joggen. Mir reicht das Walken aber nicht mehr, ich brauche irgendwie mehr - was sind die Vor- und Nachteile beider Bewegungsformen?
Viele Grüße, Uta

Liebe Uta,
auf der Couch zu sitzen verbrennt auch Kalorien, es ist nur eine Frage der Zeit. Es gilt die Faustregel: Je anstrengender, desto mehr Kalorienverbrauch. Aber für übergewichtige Einsteiger geht es nicht nur um Kalorienvernichtung, sondern darum, den Körper an ungewohnte Belastungen heranzuführen. Walken ist da genau das richtige und genauso anstrengend wie Laufen für Trainierte. Sobald du aber besser in Form kommst, solltest du mehr und mehr ganz lockere Laufabschnitte in deine Walktage einbauen. Das hilft gegen Kalorien und bringt den meisten mehr Spaß.
Gruß, Jens Karraß