Achilles' Ferse Der rechte Trunk nach der Tortur
Cocktail-Mixer: Nach dem Sport lieber Molke und Mineralwasser
Foto: THOMAS PETER/ REUTERS
Hallo Achilles-Team,
mir wurde für die schnelle Regeneration nach Wettkämpfen folgender Drink empfohlen: 0,2 Liter Traubensaft, 0,3 Liter fettarme Milch, dazu eine Prise Salz. Abgesehen von den Kalorien (ich habe etwa 230 Kilokalorien ausgerechnet) - ist das sinnvoll?
Gruß und Danke, Andreas
Lieber Andreas,
da fehlt definitiv ein guter Schuss Rum.
Achim
PS: Hier gibt es mehr Ernährungstipps für Läufer.
Hallo Andreas,
es kommt darauf an, wonach und wann regeneriert werden soll. Wenn das Getränk auch noch Volumen ersetzen soll, müsstest du zusätzlich noch ausreichend Mineralwasser trinken. Molke und Fruchtsaft in Kombination mit Mineralwasser sind beliebt, da sie eine geringe Energiedichte haben und somit gut bekömmlich sind.
Grüße, Dr. Ute Gola
Guten Tag, Achim Achilles,
ich habe 2008 angefangen zu laufen und mittlerweile große Freude daran. Da ich auch gerne Rad fahre und schwimme, habe ich mich im Triathlon probiert (Sprintdistanz). Das hat mir richtig viel Spaß gemacht, das Ergebnis war gut, und ich möchte mehr davon. Außerdem habe ich es endlich geschafft, mein Gewicht zu verringern. Vorher hatte ich mit Sport nie viel am Hut. Nach einem Fahrradsturz vor zwei Monaten bekam ich allerdings im linken Knie allmählich eine Beule in der Kniekehle, die als Baker-Zyste diagnostiziert wurde. Eine Magnetresonanz-Tomographie (MRT) vor einigen Tagen ergab einen degenerativen Meniskus-Einriss und einen Knorpelschaden zweiten Grades. Die Ursache muss mehr als nur der Sturz sein. Das Knie ist aber nach wie vor beschwerdefrei. Wie viel Laufen kann ich dem Knie nun zumuten?
Vielen herzlichen Dank, Clara
Liebe Clara,
richtig ist, dass dieser degenerative Innenmeniskusschaden nichts mit dem Sturz zu tun hat. Einen Knorpelschaden zweiten Grades sieht man bei Menschen, die regelmäßig Sport treiben, häufig in einer MRT-Untersuchung. Das ist kein Grund, auf Sport zu verzichten. Die Baker-Zyste ist ein deutliches Kriterium, an dem man sehen kann, dass der Innenmeniskusschaden schon Auswirkungen hat, denn die Flüssigkeit in der Zyste wird wahrscheinlich durch den bestehenden Reiz des Schadens gespeist. Ich denke, dass du über kurz oder lang nicht an einer Sanierung des Meniskus vorbei kommst. Das wichtigste Kriterium sind allerdings deine Beschwerden. Und solange du beschwerdefrei bist, sollten deine sportlichen Aktivitäten eigentlich zu keinen bleibenden Schäden führen.
Beste Grüße, Dr. Dirk Pajonk
Hallo Herr Dr. Pajonk,
aufgrund einer Kniefehlstellung (die Kniescheibe zeigt zu weit nach außen) trage ich mittlerweile erfolgreich Einlagen, so dass der permanente Schmirgel-Effekt beseitigt ist. Was mich aber weiterhin stört, ist ein Stechen in der Kniekehle, teilweise beim Laufen, insbesondere aber dann, wenn ich das Knie bis zum Po anziehe, also extrem beuge oder eben eine tiefe Kniebeuge machen soll. Das MRT hat nichts ergeben, außer einen früheren Anriss des Innenmeniskus, der operativ geglättet wurde. Der vemutete Schaden am hinteren Kreuzband hat sich bei der OP jedenfalls nicht bestätigt. Haben Sie noch eine Idee, woher der stechende Schmerz in der Kniekehle in den beschriebenen Situationen, also beim Zusammenpressen von Unter- und Oberschenkel, herrühren könnte?
Im Voraus vielen Dank für Ihre Meinung, Stefan
Lieber Stefan,
das ist leider wieder so eine Frage, die via Ferndiagnose, ohne das Knie gesehen zu haben, sehr schwierig zu beantworten ist. Wichtig erscheint mir, dass laut MRT kein wirklicher Strukturschaden am Knorpel entstanden ist, obwohl eine Fehlstellung der Kniescheibe besteht. Die Einlagen helfen, keine Frage. Zur Korrektur des seitlichen Abweichens der Kniescheibe kann man jedoch zusätzlich den inneren Anteil (der sogenannte Vastus medialis) des großen Oberschenkelmuskels (Musculus quadriceps) trainieren. Vielleicht ist das ein Ansatz.
Viel Erfolg, Dr. Dirk Pajonk
Hallo Achim,
ich habe mich in einem Fitness-Studio angemeldet und dort das Laufband für mich entdeckt. Auf dem Band schaffe ich fünf bis zehn Kilometer und das bei einem Tempo von rund acht bis zehn Kilometern pro Stunde. Jetzt möchte ich aber draußen richtig laufen und im nächsten Sommer mal Volksläufe bestreiten, wenn es klappt vielleicht sogar einen Halbmarathon. Gibt es irgendwas zu beachten wenn ich von Laufband im Studio nach draußen wechsle?
Gruß, Andreas
Lieber Andreas,
ganz einfach: vorher noch Strecke und Tempo verdoppeln und volle Steigung dazu.
Dein Lieblingstrainer Achim
Hallo Andreas,
da gibt es nicht so viel zu beachten, außer, dass du keinen Pacemaker mehr haben wirst. Also beginne mit Absicht etwas ruhiger, als du eigentlich möchtest und könntest. Sonst rennst du dich und den Wald in Grund und Boden - genau 15 Minuten lang. Und ahnst nicht einmal, was du da gerade für einen Endlauf im Olympiastadion vollzogen hast. Am besten du hast genaue Kilometermarken und kontrollierst das. Und dass du dich draußen wärmer anziehen musst, brauche ich jetzt nicht sagen, oder?
Viele Grüße und Erlebnisse im Freien, Jens Karraß