Achilles' Ferse Masterplan für die Bestzeit
Lieber Achilles,
ich bin ein blutiger Laufanfänger und schaffe mit dem Steffny-Programm für Einsteiger etwa 35 Minuten Laufen am Stück. Ich weiß, dass ich 10 bis 20 Prozent steigern darf. Aber, was meinst Du mit Trainingsreduktion alle drei Wochen? Und wie oft pro Woche darf/sollte ich überhaupt laufen? Im Moment laufe ich dreimal wöchentlich. Ist das o.k.? Geht mehr? Achja, ich bin 39 Jahre alt, an sich nicht besonders sportlich, 1,61 Meter groß und 56 Kilogramm schwer. Wäre Dir für einen Ratschlag unheimlich dankbar!
Vielen Dank, Natalie
Liebe Natalie,
wenn Sie nicht wissen, was wir mit den Änderungen meinen, bleiben Sie bei Ihrem Programm. Es ist viel besser, ein schlechtes Trainingsprogramm zu haben, als gar keins. Aber am schlimmsten ist, zwei oder drei verschiedene Programme gleichzeitig zu testen. Seien Sie froh: die Trainingsprogramme von Herbert Steffny sind exzellent, wurden bereits von einigen Tausenden vor Ihnen geprüft und werden kontinuierlich verbessert. Es wäre ein Fehler, nur einige Elemente zu ändern und zu hoffen, dass trotzdem das Programm funktioniert. Wie oft, wie lang und wie schnell Sie laufen, hängt von Ihren Zielen und von Ihrer Lust ab. Wenn Sie entschieden haben, was Sie erreichen wollen, werden Sie nach einem geeigneten Trainingsplan suchen können.
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo
Liebe Natalie,
vorgefertigte Programme erfüllen immer ihren Zweck, solange der Teilnehmer gut auf das Training reagiert. Jede Woche hat natürlich Klippen: Terminschwierigkeiten, Husten, Schnupfen, Unlust und die Fragen, die immer mehr werden, je mehr man trainiert. Doc Dimeo hat recht: Steffny-Pläne sind gut, aber allgemein. Die Spezialität von jk running ist das individuelle Trainingsprogramm, wie mit einem Personal Coach, alles Online. Die Erfolge sprechen für sich. Zusätzlich finden viele Läufer/innen eine Art Heimat, denn bei JK sitzt ein echter Mensch auf der anderen Seite - ein Läufer mit Herz und Erfahrung.
Mit freundlichen Grüßen, Jens Karraß
Liebes Achilles-Team,
seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, ob ich anhand der Daten, die meine Pulsuhr (RS200sd) zur Verfügung stellt, einen Indikator für meine Fitness und meine Laufeffizienz berechnen kann, unter anderem inspiriert von einem Leserbrief, in dem Herzfrequenz und Geschwindigkeit als Parameter dafür diskutiert worden sind. Jetzt ist mir eine Broschüre von Polar in die Hände gefallen, in der für die RS400 und RS800 das Feature "RunningIndex" angepriesen wird. Mich würde interessieren, wie die das berechnen, damit ich diese Berechnungen in meine Lauf-Datenbank einbauen kann. Ich lasse mir zurzeit für jeden Lauf Geschwindigkeit [m/min]/HF [Schläge/min] in meiner Datenbank ermitteln und erhalte dann auch Werte zwischen 0,8 und 1,3 Meter/Herzschlag. Spricht der Wert für gute oder eher schlechte Fitness? Außerdem suche ich noch eine Formel, die aus Zeit und Distanz eines Laufes a und der Distanz eines Laufes b die geschätzte Zeit für Lauf b berechnet, wobei die Distanzen von Lauf a und b beliebige positive Werte haben können.
Für Ideen und Formeln, wäre ich dankbar,
Stephan
Lieber Stephan,
ich habe eine Idee: Achim und Jens zerbrechen sich den Kopf mit Ihrer Frage und während dessen gehe ich lieber laufen.
Mit besten Grüßen,
Ihr Dr. Fernando Dimeo
Lieber Stephan,
ich wollte schon ganz lange mit Doc Dimeo laufen. Jetzt ist der Moment gekommen.Eiligen Gruss, Achim
P.S.: info@polar-deutschland.de
Lieber Stephan,
schau mal in diverse Bestenlisten und Rekorde der Altersklassen. Das sind allesamt positive Zahlen und zeigen Dir, was Du noch tun musst! Mit einfacher Subtraktionsformel (Deine Bestzeit minus Besterbestzeit) weißt Du, was Dich von der Spitze trennt. Der Puls ist dabei völlig egal.
Alles Gute, Jens Karraß
Hallo Achim und Team,
bei vielen Laufveranstaltungen muss man bei der Anmeldung bestätigen, dass man gesund ist. Manche fordern sogar eine aktuelle sportmedizinische Untersuchung. Was aber ist aktuell? Muss die Untersuchung jedes Jahr wiederholt werden, auch wenn nie irgendetwas festgestellt wird? Oder wird man bei den Sportärzten (z.B. im sportmedizinischen Institut, Uniklinik) als Hobbyläufer dann evtl. sogar als Hypochonder eingestuft?
Bin neugierig, Ursula
Liebe Ursula,
über den Sinn oder Unsinn diese Untersuchungen streiten sich die Kollegen schon seit Jahren. Kein Mensch weiß, ob sie was bringen. In der Tat raten die Fachorganisationen nicht unbedingt dazu, eine solche Untersuchung durchzuführen, es sei denn, Sie haben Beschwerden oder gehören zu den Menschen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Männer über 45 Jahren, Frauen über 55 Jahren, Patienten mit erhöhtem Blutdruck oder mit einer Blutzuckerkrankheit. Ich habe auch Sportler erlebt, die sich für gesund hielten und nur zähneknirschend von mir ein Belastungs-EKG über sich ergehen ließen, mit dem Ergebnis, dass eine bis dahin nicht erkannte Herzdurchblutungsstörung festgestellt wurde. Kein Arzt wird Sie als Hypochonder einstufen, wenn Sie sich mit ihm über den Sinn einer solchen Untersuchung unterhalten.
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo
Liebe Ursula,
kein Läufer würde durch eine sportmedizinische Untersuchung kommen. Irgendwas ist ja immer. Insofern ist individuelle Verantwortung gefragt.
Hust, Röchel, Spotz, Achim
Lesermail der Woche
Achim, alter Jammerlappen!
Ob Du's glaubst oder nicht: Westfalen, speziell das Sauerland, ist DAS ultimative Läuferparadies. Wer hier, bei Strecken aller Schwierigkeitsgrade, sein Training nicht hinzubringen meint, hat die falsche Sportart gewählt. Zusatzplus: In den verschwiegenen Wäldern haben unsere Vorfahren nicht nur die 9. römische Legion entsorgt, nein: Auch für Stöckchenapportierer findet sich bei Bedarf eine heimelige Uferböschung als letzte Entsorgungsstätte. Na, Interesse?
Sauerland-Uwe
Uwe,
das schaffst Du alleine.
Halt durch, Achim