Achilles' Ferse: Paarlauf auf zwei Beinen - DER SPIEGEL
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Achilles' Ferse Paarlauf auf zwei Beinen

Voller Bauch trainiert nicht gern? Bei Schwangerschaften gilt das nicht! Auch Mütter in Umständen laufen gerne mal ein paar Kilometer. Doch die Gesundheit des Kindes sollte dabei immer im Vordergrund stehen, sagen Achim Achilles und sein Team. Lieber Sofa statt Sauerstoffmangel.
Schwangere Frau mit Ultraschallbild: Puls beim Laufen niedrig halten
Schwangere Frau mit Ultraschallbild: Puls beim Laufen niedrig halten

Schwangere Frau mit Ultraschallbild: Puls beim Laufen niedrig halten

Foto: Patrick Pleul/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Liebes Achilles-Team,
ich habe eine Frage zum Thema Ernährung und Sport nach der Schwangerschaft. Derzeit bin ich im dritten Monat und laufe zwischen 20 und 30 Kilometer in der Woche. Ich habe auch vor, das beizubehalten, so lange es geht. Mein Kalorienbedarf liegt bei etwa 1900 Kilokalorien/Tag, um mein Gewicht zu halten (65 Kilogramm, 167 Zentimeter). Könnt Ihr mir einen Tipp geben, inwieweit sich der Kalorienbedarf während der Stillzeit verändert? Dankeschön!
Anne aus Bonn

P.S. Der Tipp, es auch mal mit einen Lauf mit fünf Minuten pro Kilometer zu versuchen, hat prima geklappt! Danke!

Liebe Anna,
spendiere dem Erzeuger einen Baby-Jogger und schick die beiden dreimal die Woche in den Wald: Das Kind guckt Bäume an, pennt und bekommt frische Luft, der Vater hat Betreuungs- und Bewegungspflicht, die Mutter Ruhe - eine Win-Win-Win-Situation.
Aus Erfahrung, Achim

Liebe Anne,
beim Laufen in der Schwangerschaft ist wichtig: Die Pulsbelastung soll/darf nicht über 130 Schläge pro Minute gehen. Man sagt, dass durch etwaigen Sauerstoffmangel der Mutter auch die Versorgung des Kindes nicht optimal läuft. Es kann sogar gesundheitsschädigend sein. Die antiquierte Meinung, dass Sport verboten sei, ist zum Glück vom Tisch. Jedoch ist die Verantwortung für das Kind im Bauch hoch und sollte höher sein als eigene ehrgeizige Ziele. Eine frische, fitte, gesunde und aktive Mutter ist jedoch ein Garant für ein gesundes Kind . Laufen mit ruhigem Tempo kann nicht verkehrt sein.

In den späteren Wochen der Schwangerschaft wird es jedoch meist nicht mehr möglich sein. Die Bänder in Bauch, Rücken und Hüfte werden weicher, als Vorbereitung auf die kommende Geburt. Dazu kommt das Gewicht des Kindes. Du wirst selbst merken: Laufen geht dann nicht mehr. Nach der Geburt wird dein Leben anders sein. Du wirst die wichtigste Person sein für dein Kind - und viele körperliche und hormonelle Veränderungen erfahren. Da brauchst du einige Wochen, um zu dir und zum Kind zu finden. Nimm dir die Zeit. Mit Sport kannst du später wieder anfangen, er wird dir bei der Umstellung helfen. Aber bitte ohne Stress und ohne hohen Puls.

Zu deinem Kalorienbedarf: Stillen ist alleine schon energieraubend. Du musst ausgewogen und regelmäßig essen und trinken. Wenn du zusätzlich noch läufst, kontrolliere bitte dein Gewicht regelmäßig, denn wenn du zu schnell abnimmst, kann es sein, dass du unter Umständen nicht mehr Stillen kannst. Und das wäre nicht der Sinn der Lauferei.
Viele Grüße, alles Gute und ein Paar Laufschuhe fürs Baby!
Jens Karraß

Hallo Achim Achilles,
ich habe von Bekannten gehört, dass es sogenannte grüne Smoothies gibt, die zum (oder sogar als) Frühstück getrunken werden können. Sie sind angeblich nicht nur wegen der vielen Vitamine sehr gesund, sondern sollen auch beim Abnehmen helfen, weil sie den Stoffwechsel stimulieren. Kennst du ein solches Smoothie-Rezept? Und ist es tatsächlich leichter für den Körper, auf diese Weise Vitamine aufzunehmen, als wenn man die Blätter roh als Salat isst?
Vielen Dank, Vivian

Liebe Vivian,
der grüne Smoothie ist wie der schwarze Afghane - nur was für ganz Hartgesottene. Ich persönlich püriere drei Kilo Bio-Gemüse, mische Knoblauch, Ingwer und Chili darunter und fülle mit Ackerschachtelhalm auf. Da lacht Wolle Feil, mein Ernährungsberater.
Prost, Achim

Liebe Vivian,
grüne Smoothies sind super - sie regen den Stoffwechsel an und entgiften die Leber. Da viele Kräuternährstoffe fettlöslich sind, brauchen Smoothies aber einen Fettsäureanteil. Ich empfehle, den Smoothies immer Speise-Leinöl beizumischen. Dieses Öl liefert die wertvollen Omega-Drei-Fettsäuren, die gut sind fürs Gehirn und die Stimmung und dich fit halten. Smoothies sind schnelle und nachhaltige Vitalitätsbringer, da die Wirkstoffe durch das Pürieren schon über die Mundschleimhäute aufgenommen werden können. Der Wirkstoffgrad und die Wirkausbeute liegen damit höher als bei einem rohen Salat.

Hier sind die Zutaten für meinen Wasabi-Smoothie (für vier Personen), der wirkt besonders immunstärkend: 500 Gramm passierte Tomaten, 75 Gramm Zucchini, 150 Gramm geschälte Gurke, 30 Gramm Zwiebel, ein Gramm Knoblauch, fünf Gramm Haferflocken, zehn Gramm Ingwer, zehn Gramm Speiseöl, 20 Gramm gefrorene Kräuter, 30 Gramm Alfalfa, acht Gramm Kräutersalz, fünf Gramm Wasabi-Meerrettich, 0,3 Gramm Pfeffer, drei Gramm Kurkuma und 70 Gramm Seidentofu.
Viele Grüße, Wolfgang Feil