Affront gegen IOC Ungarn sprechen Doping-Werfer frei
Budapest - Fazekas, disqualifizierter Olympiasieger von Athen im Hammerwerfen, und Annus, disqualifizierter Olympiasieger im Diskus, waren am 30. September durch die Disziplinarkommission des eigenen Verbandes für zwei Jahre gesperrt worden und hatten gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. 2005 wollen sich Annus und Fazekas vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ihre Goldmedaillen zurückholen. Die Urteile gegen die Werfer waren nur möglich gewesen, nachdem beide ihren angekündigten Rücktritt vom Leistungssport kurzfristig wieder rückgängig gemacht hatten.
Ungarns Verband sah bei Annus keinen Verstoß gegen die internationalen Doping-Richtlinien. Im Fall Fazekas wurde nur insofern ein Fehlverhalten festgestellt, als dass der Diskus-Star zu wenig Urin abgegeben hatte. Nach Überzeugung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte Fazekas damit jedoch die Probe manipuliert.
Annus war durch die IOC-Exekutive disqualifiziert worden, nachdem er zu einer nachträglich eigens in Österreich anberaumten Dopingkontrolle nicht erschienen war. Damit erhärtete sich der Verdacht, dass er nach seinem Olympiasieg am 22. August eine fremde Urinprobe abgegeben hatte.