Afghanistan-Hilfe Ali boxt wieder
Kabul - Mit seinem Auftritt in der afghanischen Hauptstadt wollte der 60-jährige Ali ein Zeichen für den Wiederaufbau des zerstörten Landes setzen. Der ehemalige Boxweltmeister hatte am vergangenen Sonntag seine dreitägige Visite als Friedensbotschafter der Vereinten Nationen in Afghanistan beendet und war während seines Aufenthalts auch mit Präsident Hamid Karzai zusammengetroffen.
In einem offenen Brief an die afghanische Jugend schrieb Ali: "Stärkt euren Glauben und seid gute Muslime. Schult euren Geist für die Herausforderungen des Lebens. Treibt Sport, denn Sport stärkt die Kameradschaft, den Charakter und die Unabhängigkeit." Der Boxer selbst war 1964 zum Islam konvertiert, legte seinen bürgerlichen Namen Cassius Clay ab und nannte sich fortan Muhammad Ali. 1981 beendete der Boxer aus Louisville/Kentucky seine Karriere.
Bei seinem Besuch in Afghanistan hatte Ali, dessen Parkinsonsche Krankheit sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, eine Mädchenschule und eine Bäckerei mit weiblichem Personal besucht. Das Engagement des ehemaligen Champions im Schwergewicht diente der Unterstützung der Uno-Hilfsprogramme für die Hungerhilfe und die Jugendförderung im von Kriegen gebeutelten Staat am Hindukusch.