Alinghi Schümann will an Bord bleiben
Hamburg - Der dreimalige Segel-Olympiasieger Jochen Schümann hat seinen Verbleib beim Schweizer Titelverteidiger "Alinghi" in Aussicht gestellt. "Die Logik spricht dafür. Wenn man gemeinsam mit einem guten Team den Cup gewinnt, sollte man ihn auch mit dem gleichen Team verteidigen", sagte Schümann am Montagabend in der Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Rundfunks. Zuletzt war über einen Wechsel des 48-Jährigen zu einem möglicherweise initiierten deutschen Syndikat spekuliert worden.
Für das nächste Cup-Revier hat Schümann derweil schon konkrete Vorstellungen: "Es geht darum, ein Revier zu finden, das zuverlässige Windbedingungen bietet, so dass wir jeden Tag zu guten Fernsehzeiten segeln können." Zudem solle sich der Austragungsort in der Nähe einer großen Metropole befinden.
Als mögliche Reviere wurden bisher unter anderem das südenglische Cowes, Cascais und Marseille genannt. Bis zur Entscheidung benötige man jedoch noch ein bisschen Zeit, so der gebürtige Berliner. Es wird das erste Mal seit dem ersten America's Cup vor 152 Jahren sein, dass das Rennen wieder in Europa stattfindet.
Kein Start bei Olympia
Einen Start bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen zieht der zweifache Familienvater derweil nicht Erwägung. Er glaube nicht, dass er das Projekt noch einmal angehe. Für ihn ginge es nur um die Goldmedaille. Um dieses Ziel zu verwirklichen, sei die verbleibende Vorbereitungszeit aber zu kurz.
Vor dem TV-Interview wurde Schümann in seiner bayerischen Wahlheimat Penzberg gefeiert. Bereits auf dem Münchener Flughafen begrüßte ihn eine Delegation mit Blasmusik und Weißbier. Anschließend trug sich Schümann ins Goldene Buch der Stadt ein. Bereits am Wochenende hatten mehr als 40.000 Menschen der "Alinghi"-Crew in Genf einen euphorischen Empfang bereitet.