America's Cup Mit altem Boot zu neuen Ufern
Hamburg - Zum ersten Mal in der 155-jährigen Geschichte des America's Cup geht eine Yacht aus Deutschland ins Rennen. Am Donnerstag startet das Team Germany um den dänischen Skipper Jesper Bank in die zehnten Regatten (Acts), die als Vorbereitung für die 32. Ausgabe der Segelveranstaltung 2007 ausgetragen werden. Bis zum 16. Mai stehen vor Valencia insgesamt elf Matchraces auf dem Programm.
Zum Auftakt trifft die deutsche Crew auf das Team Neuseeland, das die vorletzte Ausgabe des Cups gewinnen konnte. Als eines der wenigen Teams geht der zweimalige Cupsieger bereits mit einer komplett neuen Yacht an den Start, während der Gegner aus Deutschland noch auf den Einsatz der neuen "Germany 1" verzichtet und mit einem Boot aus dem Jahr 2002 antritt.
"Da wir nach den Acts 2005 auf Platz zehn gelandet sind, ist in diesem Jahr Rang neun Pflicht", sagt Bank, der das alte und modifizierte Modell mit dem Namen "Germany 72" dennoch für konkurrenzfähig hält. Das alte Boot wurde für die Testrennen von italienischen Team Mascalzone Latino (jetzt Team Capitalia) erworben. Der rund zehn Millionen teure Neubau soll erst im nächsten Jahr unter Wettkampfbedingungen zum Einsatz kommen.
Topfavorit "Alinghi" hält mit Absicht seine neue Yacht zurück. "Man muss ja nicht zu früh alles zeigen", sagt Sportdirektor Jochen Schürmann aus Penzberg, "wir haben gesehen, dass einige Teams mit neuen Booten an den Start gehen und müssen uns auf einige Überraschungen gefasst machen. Es wird für uns härter als im Vorjahr, aber unser Ziel ist der Sieg."
Die Bilanz der Schweizer spricht für einen erneuten Gewinn der prestigeträchtigen Regatta. 31 von 33 Duellen gewann die "Alinghi" 2005 und damit auch überlegen die Jahreswertung. Am 14. Mai segelt der Titelverteidiger gegen das deutsche Team.
guv/dpa/sid