America's Cup Schweizer Crew schlägt Neuseeländer erneut
Auckland Dieser Mann muss Nerven aus Stahl haben: "Alinghi-Skipper Russell Coutts lag bereits über eine halbe Minute zurück, da griff der Kapitän des Schweizer Teams noch einmal an: In einem spannenden Wende-Duell arbeitete er sich mit seinem Team voran, um wenige hundert Meter vor der Ziellinie den Bug seiner Yacht nach vorne zu schieben. Eine halbe Bootslänge betrug schließlich der Vorsprung, gerade sieben Sekunden reichten zum Sieg.
Damit hatte sich Neuseelands Traum vom ersten Sieg im 31. Match um den Americas Cup zerstört. "Wir haben die Führung zu Beginn nach eigenen Fehlern verschenkt und mussten sie hart zurückerkämpfen, sagte der Ex-DDR-Spitzensegler Jochen Schümann, der als Sportdirektor auf der "Alinghi wirkt.
Das spektakuläre Duell hatte am Sonntagnachmittag erst nach zweieinhalbstündiger Startverschiebung begonnen. Bei leichten Winden um zwei bis drei Beaufort wechselte die Führung zwei Mal, bevor eine Viertelstunde vor Match-Ende im furiosen Finale die Entscheidung fiel. Das dritte von maximal neun Duellen ist für 13.15 Uhr Ortszeit am Dienstag angesetzt.
Die Eidgenossen führen in der "Best-of-nine-Serie mit 2:0. Den ersten Sieg hatten die Schweizer am Sonnabend errungen. Bei frischer Brise mussten die eigentlich Starkwind erprobten Neuseeländer nach einer peinlichen Pannenserie aufgeben. Das Schiff war voll Wasser geschlagen, der Großbaum gebrochen und schließlich war auch noch das Vorsegel ausgerissen. Zum ersten Sieg eines europäischen Teams in der bedeutendsten Segelregatta der Welt fehlen nun noch drei Punkte.