America's Cup: Segelyachten im freien Fall - DER SPIEGEL
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America's Cup Segelyachten im freien Fall

Starke Orkanböen haben Titelverteidiger Alinghi und die Konkurrenz bei der Vorbereitung auf den America's Cup zurückgeworfen. Die Millionen teuren Boote stürzten aus ihren Lagerblöcken auf die Pier im Hafen von Marseille.
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Marseille - "Die Schäden sind heftig", sagte der deutsche Sportdirektor und Skipper des Schweizer Alinghi-Teams Jochen Schümann. "Wir müssen prüfen, wann die Boote wieder einsatzfähig sind." Neben der Alinghi waren noch die Boote von BMW Oracle Racing und Emirates Team New Zealand vom Sturm beschädigt worden, nachdem sie sechs Meter in die Tiefe gestürzt waren. Noch heute sollen die Untersuchungen der beteiligten Teams, ihrer Technik-Experten und der Versicherungen eingeleitet werden.

Die Yachten waren nach der letzten Regatta des "Louis Vuitton Cup Act 1" an Land gebracht worden, wo sie heute Morgen, allesamt auf der Seite liegend, ein Bild der Zerstörung boten. Die Testserie wird schon in drei Wochen vor der Küste Valencias fortgesetzt. "Wir haben eine Menge Arbeit vor uns", so Schümann.

Bei der gestern beendeten Wettfahrt hatte sich Alinghi einen prestigeträchtigen Erfolg gegen die Konkurrenz von BMW Oracle Racing um Skipper Chris Dickson gesichert. In der Gesamtwertung reichte es dennoch nur zu Rang zwei hinter dem Boot von Milliardär Larry Ellison, das Jochen Schümann zuvor zweimal das Nachsehen gegeben hatte. Platz drei belegte die wiedererstarkte Mannschaft von Emirates Team New Zealand.

Der America's Cup findet 2007 im Mittelmeer statt. Während sich Ellisons Team bereits im Intensiv-Training für den Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt befindet, lässt es die Schweizer Mannschaft noch etwas gemächlicher angehen. "Wir wollen die Schraube nicht zu früh anziehen, denn die Zeit bis zum Cup ist lang. Da muss die Spannungskurve langsam ansteigen", erklärte Schümann.