Anke Huber Schlechte Laune zum Abschied
Filderstadt - Huber verlor am Freitagabend im Viertelfinale mit 7:6 (7:4), 2:6, 5:7 gegen die Belgierin Justine Henin. "Ich habe einfach genug", war Deutschlands beste Spielerin trotz der Niederlage nicht enttäuscht. Huber war vielmehr genervt. "Seit vier Monaten muss ich immer wieder erklären, warum ich aufhöre. Es nervt langsam. Ich kann allen nur empfehlen, keinen Abschied anzukündigen, sondern ihn sofort zu vollziehen."
Trotz des Ausscheidens in der Runde der besten Acht bei der mit 565.000 Dollar dotierten WTA-Veranstaltung hat Huber weiterhin die Chance, sich für das Masters vom 30. Oktober bis 4. November in München zu qualifizieren. Bei den Turnieren in Zürich und Luxemburg will Huber die nötigen Punkte sammeln. "Die Motivation ist da, um das Masters zu erreichen."
Henin im Halbfinale gegen Testud
Im Halbfinale von Filderstadt trifft die Huber-Bezwingerin Henin am Samstag auf Sandrine Testud. Die Französin schlug die an Nummer zwei gesetzte US-Amerikanerin Jennifer Capriati 2:6, 6:3, 6:3. Das zweite Vorschlussrundenspiel in Filderstadt bestreiten die Schweizerin Martina Hingis und Lindsay Davenport aus den USA. Hingis besiegte die Russin Tatjana Panowa 6:1, 6:2. Davenport setzte sich gegen Amelie Mauresmo aus Frankreich 6:4, 6:2 durch.
Trotz des Halbfinal-Einzugs muss Hingis weiterhin um ihre Spitzenposition in der Weltrangliste bangen. Die Vorjahressiegerin kann den ersten Platz nur dann gegen Capriati verteidigen, wenn sie in Filderstadt, wo sie vergangenes Jahr gewonnen hatte, Davenport schlägt und das Endspiel erreicht.