Anke Huber Trauriger Abschied am Ladies Day
New York - Anke Hubers Abschiedsvorstellung bei den US Open entsprach den vorangegangenen elf Auftritten im "Big Apple": gepflegtes Mittelmaß, selten spektakulär und am Ende ohne den gewünschten Erfolg. "Bis auf zweimal Viertelfinale ist mir hier nicht besonders viel geglückt. Natürlich hätte ich mir für meine letzte Teilnahme ein besseres Ende gewünscht, aber insgesamt behalte ich die US Open in guter Erinnerung", resümierte die Karlsdorferin nach ihrem 3:6, 5:7 in der dritten Runde gegen die Russin Elena Dementiewa.
"Der Moment muss stimmen"
Am "Ladies Day" der US Open, an dem jede Besucherin
eine rote Nelke überreicht bekam, wartete Dementiewa - in Wimbledon von der Deutschen noch in zwei Sätzen vorgeführt - geduldig auf die Fehler ihrer Gegnerin, die sich schon Mitte des ersten Satzes einschlichen. Vor allem mit der Vorhand brachte die 17. der Weltrangliste kaum einen gefährlichen Ball übers Netz, zudem ließ ihr Service an diesem Tag
zu wünschen übrig. "Mit dieser Fehlerquote kann ich gegen eine
Dementiewa nicht bestehen. Als es auch im zweiten Durchgang nicht
viel besser wurde, war ich ganz schnell draußen", zeigte sich Huber
nach dem Match selbstkritisch.
"Als ich den Platz verließ, erfasste mich schon die Wehmut. Schade, dass ich nicht
besser gespielt habe", verabschiedete sich Huber mit einem Hauch
Melancholie von ihrem vielleicht letzten Grand-Slam-Turnier.
Wann der letzte Vorhang für die deutsche Nummer eins
tatsächlich fällt, steht offensichtlich noch in den Sternen.
"Vielleicht spiele ich noch die Australian Open, vielleicht ist
auch schon bei der WM in München Schluss. Diese Entscheidung
behalte ich mir vor. Der Moment muss stimmen."