AufSaisonfinale der DTM auf dem Hockenheimring - DER SPIEGEL
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DTM-Finale Höhepunkt in Hockenheim

Wer wird Weltmeister? Auf dem Hockenheimring kommt es zum spannenden Saisonfinale im DTM. Gary Paffett führt das Klassement seit Saisonbeginn an, doch sein Vorsprung ist hauchdünn - Bruno Spengler ist ihm dicht auf den Fersen. Für Ralf Schumacher könnte es das letzte Rennen seiner Karriere sein.
Mercedes-Pilot Paffett: Dünner Vorsprung vor Saisonfinale
Mercedes-Pilot Paffett: Dünner Vorsprung vor Saisonfinale

Mercedes-Pilot Paffett: Dünner Vorsprung vor Saisonfinale

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Hamburg - Ein Regisseur hätte sich die Dramaturgie nicht besser ausdenken können. Zum Saisonhöhepunkt im DTM am Sonntag auf dem Hockenheimring (14 Uhr) wird es noch einmal richtig spannend im Kampf um den Titel. Lediglich drei Punkte trennen Mercedes-Pilot Gary Paffett und Bruno Spengler im BMW. Nie in diesem Jahr war der Abstand zwischen den Favoriten so gering wie vor dem zehnten und letzten Lauf.

Beide Piloten versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen: "Mir gefällt die Rolle des Jägers", sagt Spengler: "In den vergangenen Rennen bin ich Gary immer näher gekommen." Der Verfolgte gibt sich gelassen: "Bruno hat den größeren Druck", sagt Paffett, "ich gehe als Führender in das Rennen, das ist eine sehr gute Position."

Der 31-jährige Brite führt das Klassement seit dem ersten Rennen an, derzeit mit 127 Punkten. Doch sein einst komfortabler Vorsprung von zeitweise 40 Punkten auf Spengler, der nun 124 Punkte hat, ist dramatisch geschrumpft. Auch Jamie Green ím Mercedes hat mit 109 Zählern noch Außenseiterchancen.

Selbstvertrauen zieht Mercedes vor allem aus dem Schauplatz des Finales. Sechsmal in Folge gewannen Fahrer des Rennstalls am Hockenheimring, zum Auftakt der aktuellen Saison gab es einen Doppelsieg an selbem Ort - Paffett vor Green. "Wir haben eine sehr gute Statistik dort, waren sehr dominant im ersten Rennen dieser Saison", sagt Paffett. Seitdem habe sich zwar viel geändert, sagt der Gesamtsieger von 2005. Das Rezept für den erneuten Triumph klingt aber einfach: "Wir müssen Bruno schlagen, dann sind wir Meister."

Ralf Schumacher denkt über DTM-Abschied nach

Doch genau das ist Paffett in den vergangenen fünf Rennen nicht mehr gelungen. Die Entwicklung spricht für Verfolger Spengler. "So viele Punkte zu verlieren ist hart", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Aber wir arbeiten daran, den Trend zu stoppen."

Im Kampf um den Titel hat Paffetts langjähriger Markenkollege Spengler auf den ersten Blick weit weniger zu verlieren. Schon im ersten Jahr mit BMW fährt der Kanadier um den Gesamtsieg, vor der Saison war das kaum zu erwarten. "Jeder bei BMW kann sich freuen", sagt der 29-Jährige: "Platz zwei wäre schon viel mehr, als wir vor der Saison erhofft hatten."

Seit sechs Jahren gehört Spengler zu den Top-Piloten im DTM, mehrfach verpasste er den Titel knapp. 2006 und 2007 wurde er jeweils Vizemeister, 2010 ging er gar als Führender in das Saisonfinale, musste sich nach einem enttäuschenden letzten Lauf aber mit Rang drei im Gesamtklassement zufrieden geben.

Ganz andere Gedanken vor dem letzten Saisonlauf macht sich Ralf Schumacher: Nämlich über das Aufhören. Zweiter in Spielberg, Dritter in Hockenheim, dazu eine Pole-Position am Norisring - die Bilanz nach fünf Jahren Schumacher im DTM nimmt sich eher mau aus. Doch noch will sich der Mercedes-Pilot nicht festlegen, ob er das Projekt beendet und der Start in Hockenheim am Sonntag sein letzter überhaupt sein wird.

"Ich werde jetzt das letzte Rennen fahren und dann überlegen, wie meine persönliche Zukunft aussieht", sagte der 37-Jährige ehemalige Formel-1-Pilot. "Es wird bestimmt bis zum nächsten Jahr dauern, bis die Entscheidung fällt." Am Donnerstag hatte bereits Mercedes-Pilot David Coulthard seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Auch Susie Wolff wird Mercedes-Benz nach sieben Jahren und 73 Rennen im DTM verlassen. Die 29 Jahre alte Schottin betritt am vergangenen Mittwoch eine erste Testfahrt für den Formel-1-Rennstall Williams, bei dem ihr Ehemann Toto Wolff Teilhaber ist und sie die Entwicklung unterstützt.

psk/sid/dpa

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