Australian Open: Angelique Kerber cool bei 40 Grad - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Australian Open Kerber cool bei 40 Grad, Petkovic bricht ein

Den ersten Satz gewonnen, dann kein einziges Spiel mehr: Andrea Petkovic hat bei den Australian Open einen schweren Einbruch erlebt. Angelique Kerber konnte dagegen ihre gute Form bestätigen.
Angelique Kerber
Angelique Kerber

Angelique Kerber

Foto: Mark Kolbe/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

An ihrem 30. Geburtstag hat Angelique Kerber die dritte Runde der Australian Open erreicht und das mit Spannung erwartete Duell mit Maria Scharapowa perfekt gemacht. Gegen die von ihrem Ex-Coach Torben Beltz trainierte Kroatin Donna Vekic hatte Kerber keine Probleme und gewann nach nur 70 Minuten klar 6:4, 6:1. "Es fühlt sich großartig an", sagte die Deutsche nach einem "Happy Birthday"-Geburtstagsständchen der Zuschauer.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Am bislang mit Abstand heißesten Turniertag und Temperaturen von annähernd 40 Grad Celsius spielte die zuletzt wiedererstarkte Kerber souverän auf und kam zu ihrem elften Sieg nacheinander.

Nach dem Aus ihrer Fed-Cup-Kollegin Andrea Petkovic ist Kerber damit die einzige von anfangs sieben deutschen Tennisspielerinnen in der dritten Runde. Im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale kommt es nun zu einer schweren Herausforderung. Kerber und Scharapowa sind die einzigen ehemaligen Australian-Open-Siegerinnen im Feld. Beide sind frühere Weltranglisten-Erste und standen sich bereits siebenmal gegenüber. Im direkten Vergleich führt Scharapowa knapp 4:3. Die Russin schlug Anastasija Sevastova aus Lettland 6:1, 7:6 (7:4).

Fotostrecke

Kerber bei den Australian Open: Comeback der Freude

Foto: PETER PARKS/ AFP

Einen unerklärlichen Leistungseinbruch erlebte dagegen Andrea Petkovic. Die 30-Jährige verlor gegen die Amerikanerin Lauren Davis nach einem skurrilen Spielverlauf 6:4, 0:6, 0:6. "Ich habe sehr gut angefangen und mich super bewegt, dann war die Energie weg", sagte Petkovic und konnte das deprimierende Ergebnis der letzten beiden Sätze aber auch nicht wirklich erläutern.

"Ich versuche, es mir selbst zu erklären, ich wollte, aber es ging einfach nicht", sagte die ehemalige Weltranglisten-Neunte und fügte an: "Ich mache jetzt einen auf Amnesie und lösche die letzten zwei Sätze aus." Petkovic verpasste damit ihren ersten Drittrunden-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier seit knapp zweieinhalb Jahren.

In der dritten Runde eines Grand Slams stand die Weltranglisten-98. zuletzt bei den US Open 2015. Gegen Davis gelangen Petkovic nur fünf Gewinnschläge, sie leistete sich 29 leichte Fehler. "Sie liegt mir überhaupt nicht", sagte Petkovic nach der dritten Niederlage im dritten Duell mit der Nummer 76 der Tennis-Welt.

Auch Wimbledonsiegerin Garbiñe Muguruza aus Spanien und die an Nummer neun gesetzte Britin Johanna Konta scheiterten. Muguruza musste sich Hsieh Su-Wei aus Taiwan völlig unerwartet 6:7 (1:7), 4:6 geschlagen geben und schied als 16. gesetzte Spielerin frühzeitig aus. Von den am höchsten eingestuften Spielerinnen sind unter anderen auch Venus Williams (USA/5), Coco Vandeweghe (USA/10), Julia Görges (Bad Oldesloe/12) und Sloane Stephens (USA/13) bereits gescheitert.

aha/dpa