Australian Open: Federer baut Rekordserie aus - DER SPIEGEL
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Australian Open Federer baut Rekordserie aus

Zwei Chinesinnen statt zwei Schwestern: Li Na hat nach dem Sieg gegen Venus Williams wie ihre Landsfrau Jie Zheng das Semifinale erreicht. Dort wartet nun Serena Williams. Roger Federer bezwang den Russen Nikolai Dawydenko und steht damit zum 23. Mal in Folge in einem Grand-Slam-Halbfinale.
Schweizer Federer: Zum 23. Mal in Folge im Halbfinale eines der Major-Turniere
Schweizer Federer: Zum 23. Mal in Folge im Halbfinale eines der Major-Turniere

Schweizer Federer: Zum 23. Mal in Folge im Halbfinale eines der Major-Turniere

Foto: TORSTEN BLACKWOOD/ AFP
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Hamburg - Roger Federer hat erneut das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der Schweizer bezwang im Viertelfinale der Australian Open in Melbourne den Russen Nikolai Dawydenko 2:6, 6:3, 6:0, 7:5. Sein Gegner in der Vorschlussrunde ist der Franzose Jo-Wilfried Tsonga, der Novak Djokovic aus Serbien 7:6 (10:8), 6:7 (5:7), 1:6, 6:0, 6:1 bezwang. Federer bleibt nach diesem Erfolg vorerst auf Platz eins der Weltrangliste. Bei einer Niederlage und einem Turniersieg von Djokovic wäre er von dem Serben als Nummer eins abgelöst worden.

Der 28-jährige Federer steht mit diesem Erfolg zum 23. Mal hintereinander unter den letzten Vier bei einem der vier Major-Turniere und baute damit seine eigene Rekordserie aus. Zuletzt verpasste er das Halbfinale bei den French Open 2004. Der Schweizer revanchierte sich nach Anfangsschwierigkeiten in dem Match zugleich für die zwei Niederlagen, die er Ende des Jahres beim ATP-Finalturnier und im Januar in Doha gegen Dawydenko erlitten hatte. Der Russe verließ nach 13 Siegen in Folge erstmals wieder als Verlierer den Platz.

In der Damenkonkurrenz hat Li Na als zweite Chinesin das Halbfinale erreicht. Die 27-Jährige besiegte die an Nummer sechs gesetzte Amerikanerin Venus Williams und machte mit ihrem 2:6, 7:6 (7:4), 7:5-Erfolg das mögliche Halbfinale der Williams-Schwestern zunichte. "Das war das beste Match meines Lebens", sagte die Weltranglisten-17. Sie trifft in der Vorschlussrunde auf Titelverteidigerin Serena Williams, die sich 4:6, 7:6 (7:4), 6:2 gegen die Weltranglisten-Siebte Victoria Azarenka aus Weißrussland durchsetzte.

Die zweite Chinesin, Jie Zheng, die schon 2008 im Semifinale in Wimbledon stand, spielt in der Runde der besten Vier ebenfalls am Donnerstag gegen Justine Henin aus Belgien.

"Aber im Tennis ist es ganz einfach: Du musst auch die Punkte machen"

"Ich habe mich gut gefühlt; vor dem Match und auch während des Matchs. Aber im Tennis ist es ganz einfach: Du musst auch die Punkte machen. Unglücklicherweise habe ich das heute nicht getan", sagte Venus Williams. Auch Schwester Serena stand bereits kurz vor dem Aus, als sie nach verlorenem ersten Satz auch im zweiten 0:4 zurücklag.

Doch plötzlich klappte bei der top-gesetzten Serena Williams all das, was noch Minuten vorher schiefgegangen war. Nun setzte sie die 20-jährige Weißrussin, die im vorigen Jahr in Roland Garros und Wimbledon schon zweimal im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers stand, unter Druck. "Beim 0:4 habe ich wirklich nicht mehr daran geglaubt, das Match noch gewinnen zu können. Ich bin sehr froh", sagte die Nummer eins der Tennis-Welt, die diese Position auf jeden Fall verteidigen wird.

fsc/dpa/sid