Australian Open: Federer düpiert Roddick - DER SPIEGEL
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Australian Open Federer düpiert Roddick

Es war eine Demonstration seiner Einzigartigkeit: Roger Federer hat im Halbfinale der Australian Open Andy Roddick nicht die kleinste Chance gelassen. Serena Williams steht nach langer Verletzungspause überraschend im Finale der Damen. Dort wartet eine Russin - das gab es noch nie.
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Melbourne - Federer hat zum dritten Mal nach 2004 und 2006 das Finale der Australian Open erreicht. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz gewann gegen den an Nummer sechs gesetzten US-Amerikaner Andy Roddick überraschend mühelos 6:4, 6:0, 6:2. Im Finale am Sonntag (9.30 Uhr) wartet der Titelverteidiger auf den Sieger des zweiten Halbfinales, in dem sich am Freitag (09.30 Uhr) der gebürtige Hamburger Tommy Haas und der Chilene Fernando Gonzalez gegenüberstehen.

"Das ist eine große Gelegenheit für beide. Tommy ist ein großer Spieler und hat mich hier schon geschlagen. Aber es ist zu ausgeglichen, um einen Tipp zu wagen", sagte Federer.

Der 25-jährige Schweizer hat seiner langen Rekordliste damit eine weitere Bestmarke angefügt. Sieben Grand-Slam-Finals hintereinander hat in der Profi-Ära noch kein Spieler geschafft. Der einzige, dem dies bislang gelungen ist, war der Australier Jack Crawford 1934.

Insgesamt steht Federer zum elften Mal in seiner Laufbahn im Endspiel eines der vier Major-Turniere und greift dabei nach seinem zehnten Titel. Roddick kassierte bereits die 13. Niederlage im 14. Vergleich mit Federer und musste zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Match einen Satz zu Null abgeben.

US-Open-Siegerin Scharapowa erreichte durch ein 6:4, 6:2 über die Belgierin Kim Clijsters als erste Russin in der Turniergeschichte das Finale. Serena Williams kann in Melbourne dagegen schon dritten Mal nach 2003 und 2005 gewinnen. Die diesmal als Außenseiterin gestartete Amerikanerin siegte 7:6 (7:5), 6:4 gegen die Tschechin Nicole Vaidisova, die erstmals im Halbfinale stand.

Zwei Jahre nach ihrem bislang letzten von insgesamt sieben Grand- Slam-Titeln setzte Williams zuvor ihren nicht erwarteten Siegeszug durch das Turnier auch gegen Vaidisova fort. Die 17 Jahre alte Pragerin besaß im ersten Durchgang beim 5:4 zwar Satzball, konnte diese Chance aber nicht nutzen. Die nach vielen Verletzungen auf Platz 81 der Weltrangliste zurückgefallene Williams profitierte häufig vom schwachen Aufschlag ihrer Kontrahentin. Dank des Endspiel-Einzuges wird sie in der neuen Weltrangliste wieder unter die besten 20 Spielerinnen zurückkehren.

Scharapowa lag gegen Clijsters zunächst 1:3 zurück, spielte dann jedoch druckvoller gegen die Finalistin von 2004, die sich nach dieser Saison vom Profi-Tennis zurückziehen will. Clijsters konnte der mäßigen Partie nach einem schnellen 0:3-Rückstand im zweiten Satz keine Wende mehr geben.

fpf/dpa/sid