Australian Open: Haas mit Mühe weiter, Damen scheiden aus - DER SPIEGEL
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Australian Open Haas mit Mühe weiter, Damen scheiden aus

Schwach gestartet, gut aufgehört: Nach einem langen Match steht der deutsche Tennisprofi Thomas Haas in Runde drei der Australian Open. Weniger zu feiern hatten dagegen die deutschen Damen. Für gleich vier Spielerinnen ist das Turnier nach Runde zwei beendet.
Tennisprofi Haas: Weiterhin im Rennen
Tennisprofi Haas: Weiterhin im Rennen

Tennisprofi Haas: Weiterhin im Rennen

Foto: Clive Brunskill/ Getty Images
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Hamburg - Der deutsche Tennisprofi Thomas Haas hat bei den Australian Open in Melbourne die dritte Runde erreicht. Gegen den Serben Janko Tipsarevic setzte sich der 31-Jährige nach fünf Sätzen und 3:19 Stunden 4:6, 6:4, 6:3, 1:6, 6:3 durch. Sein nächster Gegner am Samstag ist der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

Bei Sonnenschein und knapp über 30 Grad erlebte Haas gegen Tipsarevic ein Auf und Ab. Nach schwachem ersten Satz lag er auch im zweiten Durchgang gleich wieder 0:2 zurück. Doch dann erwachte wie schon in der Auftaktpartie gegen Simon Greul sein Kampfgeist. Mit dem zweiten Break schaffte er den Satzausgleich und gewann danach auch Durchgang Nummer drei. Nach einer neuerlichen Schwächephase agierte Haas im entscheidenden Satz dann wieder sicherer, wusste aber erst seinen fünften Matchball zu nutzen.

Haas ist damit der dritte von elf gestarteten deutschen Männern, dem der Einzug in die Runde der letzten 32 gelang. Bereits am Mittwoch hatten dies Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer geschafft. Benjamin Becker machte gegen Nicolas Almagro zwar einen 0:2-Satzrückstand wett. Doch dann verließen ihn im entscheidenden Durchgang die Kraft und auch das Glück, so dass der Spanier zu einem 6:4, 6:2, 3:6, 4:6, 6:3-Erfolg kam. Michael Berrer verlor 5:7, 3:6, 4:6 gegen den Usbeken Denis Istomin, der als Nummer 103 der Weltrangliste um 37 Plätze schlechter als der Stuttgarter eingestuft ist.

Pleitenserie der deutschen Damen

Die deutschen Tennis-Damen hatten am vierten Turniertag nichts zu bestellen. Sabine Lisicki konnte die Pleitenserie nicht stoppen und schied wie ihre Kolleginnen Andrea Petkovic, Kristina Barrois und Julia Görges in der zweiten Runde aus. Mit 6:2, 4:6, 4:6 unterlag die an Position 21 gesetzte Lisicki der Italienerin Alberta Brianti und musste als siebte der acht gestarteten deutschen Tennis-Damen das Aus hinnehmen. In der dritten Runde ist nur noch Angelique Kerber mit von der Partie. Die Qualifikantin bekommt es am späten Freitagabend in der "Nightsession" mit der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland zu tun.

Eine unglückliche Vorstellung bot auch Andrea Petkovic. Die 22-Jährige hatte sich viel vorgenommen, setzte dies beim 1:6, 4:6 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro aber nicht um. "Meine Gegnerin hat wirklich unglaublich gut gespielt", sagte Petkovic. Trotz der Niederlage darf sich die Nummer 49 der Welt Hoffnungen machen, in Vertretung der pausierenden Lisicki für die deutsche Fed-Cup-Mannschaft am 6. und 7. Februar in Brünn gegen Tschechien zu spielen.

Einen beherzten Kampf lieferte Kristina Barrois auf dem Center Court der Rod-Laver-Arena. Die 28-Jährige, die in der Weltrangliste an Position 81 geführt wird, spielte zwar gut, verlor ihr Match gegen die Australierin Samantha Stosur dennoch. Am Ende gewann die an Nummer 13 gesetzte Lokalmatadorin 7:5, 6:3. Für Julia Görges, Nummer 76 der Weltrangliste, wäre womöglich mehr drin gewesen, gegen die US-Open-Finalistin Caroline Wozniacki ging sie aber viel zu verhalten zu Werke. Die glatte 3:6, 1:6-Niederlage der 21-Jährigen gegen die an Nummer vier gesetzte Dänin war die Folge.

mpl/dpa/sid