Australian Open: Hewitt ringt Roddick nieder - DER SPIEGEL
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Australian Open Hewitt ringt Roddick nieder

Ganz Australien steht Kopf. Mit Lleyton Hewitt schaffte erstmals seit 17 Jahren wieder ein Profi aus "Down under" den Sprung ins Endspiel des Grand-Slam-Turniers von Melbourne. Im Halbfinale setzte sich der 23-Jährige gegen den US-Amerikaner Andy Roddick durch.
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Melbourne - Hewitt erreichte mit einem 3:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:4), 6:1-Sieg gegen Roddick erstmals in seiner Karriere das Endspiel der Australian Open. Im Finale am Sonntag trifft der Lokalmatador auf Marat Safin. Der Russe hatte gestern Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz mit einem 5:7, 6:4, 5:7, 7:6 (8:6), 9:7-Erfolg überraschend aus dem Turnier geworfen. Im vergangenen Jahr hatte Safin das Finale gegen Federer in drei Sätzen verloren.

Der an drei gesetzte Hewitt kann zum 100. Geburtstag des Turniers den Titel erstmals nach 29 Jahren wieder nach Australien holen: 1976 war dem ungesetzten Mark Edmondson der Triumph in Melbourne geglückt. Zuletzt hatte 1988 ein Australier das Endspiel erreicht, Pat Cash scheiterte damals in fünf Sätzen am Schweden Mats Wilander.

"Ich habe immer gesagt, dass ich alles dafür tun werde, das erste Abendfinale hier zu bestreiten", sagte Hewitt, "nun habe ich die Chance, mein Ziel zu erreichen." Der kampfstarke Spieler könnte am Sonntagvormittag (MEZ) seinen dritten Grand-Slam-Titel holen, er hat bereits die US Open (2001) und Wimbledon (2002) gewonnen.

Von seinem Finalgegner ist Hewitt beeindruckt. "Marat hat den derzeit besten Spieler geschlagen, er ist extrem gut drauf", sagte er, "ich muss noch besser spielen." Roddick brachte es zwar auf insgesamt 31 Asse, musste sich aber am Ende geschlagen geben, da der kampfstarke Hewitt in beiden Tiebreaks die entscheidenden Punkte machte.