Australian Open: Kohlschreiber weiter, Berrer raus - DER SPIEGEL
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Australian Open Kohlschreiber weiter, Berrer raus

Aus in drei Sätzen: Rainer Schüttler hat sich in der zweiten Runde der Australian Open mit einer Blamage verabschiedet. Philipp Kohlschreiber ist dagegen als erster Deutscher in die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers eingezogen.
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Hamburg - Philipp Kohlschreiber gewann heute gegen den Russen Jewgeni Korolew, der beim Stand von 6:4, 6:2, 0:1 für den Deutschen aufgeben musste. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres trifft der Davis-Cup-Spieler im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale nun auf den US-Amerikaner Andy Roddick.

Roddick besiegte den Deutschen Michael Berrer heute 6:2, 6:2, 6:4. Rainer Schüttler verlor überraschend deutlich 2:6, 2:6, 1:6 gegen den Franzosen Gilles Simon. Nicolas Kiefer war schon gestern ausgeschieden.

Zuvor waren beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne Fed-Cup-Spielerin Angelique Kerber und Sandra Klösel in der zweiten Runde gescheitert. Die 28 Jahre alte Klösel verlor gegen die Weißrussin Victoria Azarenka 1:6, 1:6. Zuvor hatte sich Kerber zwei Tage vor ihrem 20. Geburtstag der Italienerin Francesca Schiavone mit 2:6, 3:6 geschlagen geben müssen. Von den acht gestarteten deutschen Frauen sind damit nach Martina Müller, Andrea Petkovic, Tatjana Malek, Angelika Bachmann und Julia Schruff bereits sieben ausgeschieden.

Rafael Nadal, die Nummer zwei der Weltrangliste und einer der Mitfavoriten auf den Titelgewinn, zeigte eine überragende Leistung und demontierte den Franzosen Florent Serra 6:0, 6:2, 6:2. Das beste Ergebnis des Spaniers bei den Australian Open war das Erreichen des Viertelfinals im vergangenen Jahr. Diesmal träumt der ewige Herausforderer des Schweizers Roger Federer vom Sieg in Melbourne.

Bei den Frauen erreichte neben der Weltranglistenersten Justin Henin aus Belgien (6:1, 7:5 gegen die Russin Olga Putschkowa) auch Serena Williams die dritte Runde. Die US-Amerikanerin setzte sich sicher 6:3, 6:1 gegen die Chinesin Meng Yuan durch. Einzig mit ihrem ersten Aufschlag hatte Williams Probleme. Nur 51 Prozent landeten bei allerdings böigem Wind im Feld.

Der frühere Weltranglistenerste Gustavo Kuerten aus Brasilien macht Schluss mit dem Tennis. Er werde im ersten Halbjahr 2008 noch sechs Turniere bestreiten und nach den French Open im Pariser Roland Garros Ende Mai oder Anfang Juni seine Karriere beenden, kündigte der 31-Jährige auf einer Pressekonferenz in São Paulo an. Der dreimalige Roland-Garros-Sieger kam in den vergangenen Jahren seit 2002 wegen anhaltender Hüftprobleme nie an seine Bestform heran. Zur Zeit belegt er nur Platz 679 der ATP-Weltrangliste. Sein bislang letztes Turnier spielte er im März 2007 in Miami. "Ich würde sehr gern noch länger spielen und an wichtigen Turnieren teilnehmen", klagte Kuerten. Sein Körper lasse das aber nicht zu.

goe/AP/dpa