Australian Open: Safin beendet Agassi-Festspiele - DER SPIEGEL
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Australian Open Safin beendet Agassi-Festspiele

Seit 1999 hatte Andre Agassi in Melbourne nicht mehr verloren. Dann kam das Halbfinalduell gegen Marat Safin. Am Ende stand für den Titelverteidiger die Erkenntnis, dass man bei den Australian Open den Platz nicht immer als Sieger verlassen kann.
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Melbourne - Agassi musste sich Safin im Halbfinale mit 6:7 (6:8), 6:7 (6:8), 7:5, 6:1, 3:6 geschlagen geben. Für den 33-Jährigen war es die erste Niederlage nach 26 gewonnenen Partien im Melbourne Park. Agassi hatte die Australian Open 1995, 2000, 2001 und 2003 gewonnen. Vor zwei Jahren fehlte er beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison wegen einer Handgelenksverletzung.

Safin, der 2002 das Endspiel der Australian Open gegen den Schweden Thomas Johansson verloren hatte, trifft im Finale am Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Wimbledon-Sieger Roger Federer Roger Federer (Schweiz) und French-Open-Champion Juan Carlos Ferrero (Spanien). Die beiden spielen am Freitag (9.30 Uhr MEZ) gegeneinander. Safin schaltete mit Agassi bereits den fünften US-Amerikaner im laufenden Turnier aus. Den Weltranglisten-Ersten Andy Roddick hatte er im Viertelfinale besiegt. Agassi vergab im ersten Durchgang zwei Satzbälle, im zweiten einen.

"Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie ich mich gerade fühle. Ich habe eines der besten Matches in meinem Leben gespielt", sagte Safin, der lange wegen einer Handverletzung pausiert hatte und in Melbourne nun ein triumphales Comeback feierte. "Andre Agassi ist ein verdammt guter Spieler", so der frühere Weltranglisten-Erste, "ihn zu schlagen, ist einfach großartig." Safin schlug insgesamt 33 Asse. Seinen ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier hatte er vor drei Jahren bei den US Open gefeiert.

Keinen Gedanken an Rücktritt

Steffi Graf schloss nach dem Match nicht aus, dass ihr Ehemann auch kommendes Jahr noch einmal bei den Australian Open antreten wird. "Man sieht, wie fit Andre ist und wie gut er noch mitspielen kann, aber es ist seine Entscheidung", sagte Graf, "es war tolles Tennis. Schade, dass es einen Verlierer geben musste."

Agassi erklärte, er habe momentan keine anderen Pläne außer Tennis: "Ein Jahr ist lang, aber ich freue mich darauf, zurückzukommen." Für seinen neun Jahre jüngeren Gegner hatte er nach dem 3:42 Stunden langen Match viel Lob parat. "Marat hat auf unglaublich hohem Niveau gespielt, mir hat hier und da einfach etwas Glück gefehlt. Es hätte glatt in drei Sätzen enden können - so oder so", sagte Agassi.