Australian Open: Safin entzaubert Hewitt - DER SPIEGEL
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Australian Open Safin entzaubert Hewitt

Marat Safin hat erstmals die Australian Open der Tennisprofis in Melbourne gewonnen. Der Russe besiegte drei Tage nach seinem 25. Geburtstag im Finale Lokalmatador Lleyton Hewitt in vier Sätzen und machte damit den australischen Traum vom ersten Heimsieg seit 1976 zunichte.
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Melbourne - Mit 1:6, 6:3, 6:4 und 6:4 siegte Safin über Hewitt und konnte damit im dritten Anlauf erstmals die Australian Open für sich entscheiden. Für den Russen war es der zweite Grand-Slam-Erfolg nach dem Triumph bei den US Open 2000.

Bei seinen beiden bisherigen Finalteilnahmen unterlag Safin 2002 dem Schweden Thomas Johansson und im vergangenen Jahr dem Schweizer Roger Federer, den er diesmal bereits im Halbfinale besiegen konnte. "Ich war so nervös zu Beginn des Matches. Ich musste an die Finals denken, die ich hier schon verloren habe. Ich konnte einfach nichts dagegen tun", erklärte der Russe.

Nach Jewgeni Kafelnikow 1999 ist Safin der zweite Russe, der in Melbourne triumphieren konnte. "Das ist so ein großer Sieg. Aber ich muss weiter an mir arbeiten", sagte Safin, der nach seinem Erfolg nun auch Platz eins im Champions Race der ATP übernommen hat. Vor 16.000 Zuschauern in der Rod Laver Arena schien der 1,93-m-Mann aus Russland beeindruckt von der Kulisse zu sein, sein erster Aufschlag kam nur selten ins Feld, die Grundlinienduelle beendete er meist mit einem leichten Fehler.

"Im ersten Satz habe ich kein Tennis gespielt. Mein erster Aufschlag kam einfach nicht. Und dann bin ich nicht gut und nicht selbstbewusst. Ich habe nur gehofft, dass ich wieder zurückkomme", erklärte Safin. Hewitt dagegen wirkte entschlossen und bis aufs Äußerste motiviert. Nach 23 Minuten ging der erste Durchgang schließlich an den Australier. Doch der Russe kämpfte sich im folgenden Satz zurück ins Match, mit einem Break zum 2:1 im zweiten Satz erwachte er zu neuem Leben. Mit zunehmender Spieldauer wurde er immer sicherer und hatte sich nach 2:45 Stunden drei Matchballe erarbeitet. "Ich habe nicht so schlecht gespielt heute. Marat war einfach zu gut", erklärte der unterlegene Hewitt nach der Niederlage.