Australian Open: Titelchancen von Haas steigen - DER SPIEGEL
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Australian Open Titelchancen von Haas steigen

Durch einen erneut souveränen Sieg hat Tommy Haas die dritte Runde der Australian Open erreicht und muss damit als heißer Titelkandidat gehandelt werden. Denn nach den fünf topgesetzten Tennisprofis schied am Donnerstag ein weiterer Geheimfavorit aus.
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Melbourne - Unbeeindruckt von dem peinlichen Streit mit dem Deutschen Tennis Bund gewann Haas, Nummer sieben der Setzliste, am Donnerstag beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres souverän mit 6:1, 6:2, 6:3 gegen den französischen Qualifikanten Jean-François Bachelot und benötigte für seinen Erfolg nur 78 Minuten. In der nächsten Runde trifft der gebürtige Hamburger auf Todd Martin aus den USA.

Der grauhaarige Routinier zeigt großen Respekt vor Haas: "Tommy hat mir schon mächtig den Hintern versohlt. Er ist einer der talentiertesten Spieler überhaupt. Ich kann ihn höchstens im Kopf, aber nicht mit dem Körper schlagen."

Die Chancen von Haas auf den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere sind am vierten Turniertag weiter gestiegen. Vorjahresfinalist Arnaud Clement aus Frankreich musste sich nach dem 4:6, 6:4, 2:6, 6:7 (3:7) gegen den Argentinier Gaston Gaudio verabschieden. Geheimfavorit Andy Roddick (USA) gab im Zweitrunden-Match gegen den Kroaten Ivan Ljubicic auf. Der 19-Jährige war im Tiebreak des ersten Satzes umgeknickt und hatte sich dabei am rechten Knöchel verletzt. Beim Stande von 6:7 (11:13), 2:3 konnte Roddick die Partie nicht mehr fortsetzen.

Größter Favorit ist nun der an Nummer acht gesetzte Pete Sampras, auf den Haas im Halbfinale treffen könnte. Der 13-malige Grand-Slam-Champion setzte sich mit 6:3, 7:5, 3:6, 6:4 gegen den Argentinier Juan Ignacio Chela durch.

Weingärtner erreicht Runde drei


In der Damen-Konkurrenz folgte Marlene Weingärtner (Leimen) Barbara Rittner (Leverkusen) in die dritte Runde. Weingärtner zog durch ein 6:4, 6:2 über die Italienerin Antonella Serra Zanetti wie im Vorjahr in die Runde der letzten 32 ein. Dort wartet entweder die an Nummer zehn gesetzte Amerikanerin Meghann Shaughnessy oder die Australierin Bryanne Stewart.

Ausgeschieden ist dagegen Martina Müller. Die 19-Jährige verlor klar mit 1:6, 2:6 gegen die Australierin Nicole Pratt.