Australian Open: Weingärtner wirft Capriati raus - DER SPIEGEL
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Australian Open Weingärtner wirft Capriati raus

Marlene Weingärtner hat bei den Australian Open für die Überraschung des Tages gesorgt. Die meisten anderen deutschen Tennisspieler bewiesen hingegen, dass sie international kaum mithalten können. Von insgesamt acht DTB-Akteuren überstanden nur zwei die erste Runde.
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Melbourne - "Das ist ein Supersieg. Ich weiß, dass ich die erste bin, die sie hier gestoppt hat. Vielleicht werde ich das erst in ein paar Stunden realisieren", sagte die Überraschungssiegerin. Marlene Weingärtner konnte sich in der ersten Runde überraschend gegen die Titelverteidigerin Jennifer Capriati (USA) mit 2:6, 7:6 (8:6) und 6:4 durchsetzen. Die US-Amerikanerin machte eine mangelhafte Vorbereitung nach einer Augenerkrankung für ihre Pleite verantwortlich. "Wäre ich nicht Titelverteidigerin gewesen, wäre ich wohl gar nicht angetreten", erklärte Capriati. Die an Nummer drei gesetzte Capriati konnte die Australian Open bereits zweimal gewinnen.


Im vergangenen Jahr verlor Weingärtner im Achtelfinale gegen die Französin Amélie Mauresmo, obwohl sie im dritten Satz schon deutlich geführt hatte. "Daraus habe ich gelernt. Ich bin cool und aggressiv geblieben und habe Jennifer unter Druck gesetzt", äußerte sich die 22-Jährige. In der zweiten Runde trifft sie auf Stéphanie Foretz, die sich mit 4:6, 6:1 und 6:0 gegen die Russin Evgenia Koulikovskaya durchgesetzt hat. Beim Turnier in Canberra konnte Weingärtner die Französin vorige Woche bereits besiegen.


Neben Weingärtner konnte sich auch Anca Barna aus Nürnberg durchsetzen. Die deutsche Meisterin siegte gegen Francesca Schiavone mit 5:7, 6:1 und 6:3. "Ich hatte schon mitbekommen, dass die anderen verloren hatten und wollte wenigstens einen Sieg für Deutschland einfahren", sagte die gebürtige Rumänin nach ihrem Sieg. Barna muss in der zweiten Runde gegen die Amerikanerin Lisa Raymond antreten, die an Nr. 27 gesetzt ist. Raymond bezwang in der ersten Runde Lindsay Lee-Waters mit 7:6 (7:1) und 6:3.


Prinosil unterlag French-Open-Sieger Costa


Ausgeschieden sind dagegen die deutschen Qualifikanten David Prinosil, Alexander Waske und Björn Phau. Der Amberger Prinosil hatte gegen den French-Open-Sieger Albert Costa aus Spanien keine Chance und unterlag mit 4:6, 1:6, 6:3 und 6:7 (5:7). Der Frankfurter Waske verlor gegen das kroatische Talent Mario Ancic mit 3:6, 4:6, 6:7 (4:7). Ebenso chancenlos war Phau (Leverkusen) gegen den erfahrenen Fabrice Santoro. Der Franzose entschied das Match mit 6:4, 6:3 und 6:4 für sich.


Bei den deutschen Damen mussten außer Weingärtner und Barna gleich drei Spielerinnen ihre Hoffnung auf die zweite Runde begraben. Barbara Rittner (Düsseldorf) verlor gegen die Australierin Evie Dominikovic mit 5:7, 6:4 und 4:6, obwohl sie im dritten Satz bereits mit 4:2 geführt hatte. Die Düsseldorferin Greta Arn verabschiedete sich gegen die Russin Nadja Petrowa mit 2:6 und 1:6 aus dem Turnier. Angelika Roesch unterlag der Russin Tatjana Panowa mit 6:7 (2:7), 6:3 und 2:6.




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