Bahnrad-WM: Deutscher Vierer schreibt Geschichte - DER SPIEGEL
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Bahnrad-WM Deutscher Vierer schreibt Geschichte

Das ist einem deutschen Bahnrad-Vierer zuletzt 1952 gelungen: Robert Bartko, Henning Bommel, Daniel Becke und Patrick Gretsch verspielten mit dem schwachen Abschneiden bei der WM in Manchester die Teilnahme an den Olympischen Spielen.
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Manchester - Eine der größten Pleiten im deutschen Bahnradsport ist perfekt: Der deutsche Bahnrad-Vierer hat die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking verpasst. Erstmals seit 1952 wird das jahrzehntelange Aushängeschild nicht bei Sommerspielen starten, sieht man vom Moskau-Boykott 1980 ab. Deutsche Vierer aus Ost und West hatten fünfmal Gold bei Olympia und 16 WM-Titel eingefahren.

Deutscher Vierer in Manchester: Nur Platz neun

Deutscher Vierer in Manchester: Nur Platz neun

Foto: Getty Images

Bartko, Bommel, Becke und Gretsch fuhren in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung in 4:06,941 Minuten nur auf den neunten Platz. "Wir sind momentan am Tiefpunkt", räumte Burckhard Bremer als Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ein. Bartko ergänzte: "Es ist schon bitter, bei Olympia nicht dabei zu sein."

Bartko hatte gestern bereits seine Peking-Teilnahme als 16. in der Einverfolgung verspielt. "Das ist das Schlimmste für mich." Einen Rücktritt schloss der 32-Jährige dennoch aus: "Es muss sofort einen Neuanfang geben. Wenn meine Meinung gefragt ist, stehe ich bereit."

Für das Vierer-Finale am Donnerstagabend qualifizierten sich Dänemark (3:57,734) und Großbritannien (3:58,983), für den Lauf um Platz drei Neuseeland (4:00,833) und Australien (4:00,947).

pav/sid