Bahnrad Wolff verliert Bronzemedaille
Athen - Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Wolff unfairen Körpereinsatz gezeigt habe. In der letzten Kurve hatte er eine Lücke nutzen wollen und dabei einen Gegner angeblich regelwidrig abgedrängt. "Das war nicht unfair. Wenn ich zugefahren werde, muss ich mich wehren", sagte Wolff.
Gold ging an den Australier Ryan Bayley, der vor Jose Escuredo aus Spanien und seinem Landsmann Shane Kelly gewann.
Die Bronzemedaille wäre Wolffs drittes Edelmetall bei diesen Olympischen Spielen gewesen. Der 26-jährige Erfurter hatte bereits Gold im Teamsprint und Bronze im Einzelsprint geholt.
Wolffs Teamkollege Jens Fiedler hatte das Finale der besten sechs verpasst. Der dreifache Goldmedaillengewinner kam in seinem letzten olympischen Rennen nicht über den neunten Platz hinaus.
Knapp an einer Medaille vorbei gefahren waren kurz zuvor Robert Bartko und Guido Fulst. Das deutsche Duo belegte im Madison-Wettbewerb den vierten Platz. Bartko und Fulst ersprinteten sich über 50 Kilometer neun Punkte und verpassten Bronze nur um drei Zähler.
Olympiasieger wurden die Australier Greame Brown und Stuart O'Grady (22 Punkte). Silber ging an die Schweizer Franco Marvulli und Bruno Risi (15) vor Rob Hayles und Bradley Wiggins (12) aus Großbritannien.