Basketball-Bundesliga Neuling Köln siegt in Berlin
Berlin - Am achten Spieltag unterlag Titelverteidiger Alba Berlin dem von seinem ehemaligen Meistermacher Svetislav Pesic betreuten und mit vier Ex-"Albatrossen" angetretenen Liga-Neuling 76:85 (39:47).
Es war die erste Heimpleite seit dem 70:72 gegen die Telekom Baskets Bonn im Dezember 1999 und bereits die dritte Schlappe in der laufenden Saison. ALBA hat nun 10:6 Punkte auf dem Konto, Köln liegt bei 12:4 Zählern.
"Berlin ist meine Stadt und zu Hause will man immer gewinnen", hatte der 52-jährige Pesic angekündigt, der Alba 1993 nach dem sensationellen EM-Gewinn mit Deutschland übernommen und zum Korac-Cup-Sieg (1995) sowie vier Meistertiteln (1997-2000) und zwei Pokalsiegen (1997 und 1999) geführt hatte. "Wir müssen zeigen, wer Chef im Ring ist", konterte sein Sohn Marko Pesic, der trotz nicht ganz verheilter Schulterverletzung erstmals wieder für Alba auflief.
C.C. Harrison brachte Köln auf die Siegerstraße
Emotional und hektisch ging es vor 8500 Zuschauern in der ausverkauften Schmelinghalle zur Sache. Beide
Teams agierten mit der von Pesic geprägten, aggressiven Defense und die Führung wechselte im ersten Durchgang gleich 15-mal.
Erst nach 15 Minuten konnten sich die Kölner, die mit den ehemaligen Berlinern Vladimir Bogojevic, Sasa Obradovic, Stephen Arigbabu sowie Drazan Tomic agierten, etwas absetzen. Verantwortlich war dafür
der US-Amerikaner C.C. Harrison, der in der ersten Halbzeit 14 Punkten erzielte.
Als die Partie schon zu Gunsten der nervlich stärkeren Rheinländer entscheiden schien, kamen die Berliner am Ende des dritten Viertels mit einem 14:2-Zwischenspurt zurück. Neun Minuten vor der Schlusssirene gingen die Berliner vorübergehend sogar noch einmal in Führung.
Alba Berlin - RheinEnergy Cologne 76:85 (39:47)
Beste Werfer: Pesic (15), Phelps (15), Alexis (13), Lütcke (12) für
Berlin - Bogojevic (21), Harrison (18), Obradovic (14), Bassette
(10) für Köln