Basketball Deutschland gelingt Revanche
Nürnberg - Die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann kam zwei Tage nach der 68:73-Niederlage gegen die Nordamerikaner gestern Abend in Nürnberg zu einem verdienten 95:75 (54:42)-Erfolg. Angeführt vom deutlich verbesserten Nowitzki zeigte der EM-Zweite knapp drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Japan einen Formanstieg. Vor 9.000 Zuschauern in Nürnberg avancierte der NBA-Finalist von den Dallas Mavericks zum Matchwinner. Mit insgesamt 15 Punkten hatte der 28-Jährige großen Anteil an der Wiedergutmachung für die jüngste Blamage.
Zwar waren dem Würzburger nach der langen NBA-Saison und den bislang wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten die Fitnessdefizite noch anzumerken. Doch bei seinen Würfen zeigte Nowitzki eine deutlich höhere Präzision als noch am Freitag. Eine bessere Punkteausbeute als Nowitzki hatte der erneut starke Ademola Okulaja mit 16 Zählern.
Nowitzki und Co. benötigten allerdings eine lange Anlaufphase, um in Schwung zu kommen. Zu Beginn der Partie machten beide Mannschaften da weiter, wo sie in Hamburg aufgehört hatten, und die Deutschen ließen die Gäste mit einer zu passiven Defensive gewähren. In einer Auszeit rüttelte Coach Bauermann sein Team wach.
Bis dahin hatten die Kanadier eine knappe Führung behauptet, erst zum Ende des ersten Viertels konnten sich die Deutschen dann etwas absetzen. Pascal Roller sorgte mit seinen Freiwürfen zum 24:19 für eine Fünf-Punkte-Führung. In der Folge blieben die DBB-Auswahl die spielbestimmende Mannschaft und baute ihre Führung bis zur Halbzeit auf zwölf Punkte aus. Nach der Pause hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen und gerieten immer deutlicher in Rückstand.
Als nächstes treffen die Deutschen am Freitag und Samstag beim Supercup in Berlin auf die Türkei sowie Frankreich oder Italien. Zum Abschluss der WM-Vorbereitung nimmt das DBB-Team an einem Turnier vom 10. bis 15. August in China teil, ehe es zur WM nach Japan geht. Dort müssen die Deutschen in der Vorrunde gegen den Gastgeber sowie Neuseeland, Spanien, Panama und Angola antreten.
mig/sid