Basketball-EM Deutsche wollen Slowenien packen
Belgrad - Frankreich und Griechenland haben als erste Mannschaften das Halbfinale der 34. Basketball-EM in Serbien und Montenegro erreicht. Die Griechen gewannen gestern Abend das erste Viertelfinale 66:61 (26:33) gegen Russland. Mit 63:47 (32:16) fiel der Sieg der Franzosen gegen Litauen überraschend deutlich aus. Im Halbfinale stehen sich die beiden siegreichen Teams am Samstag (18 Uhr, live im DSF) gegenüber, die beiden Verlierer kämpfen in den Platzierungsspielen um die Qualifikation zur WM 2006 in Japan.
Schon in der ersten Halbzeit fanden die Litauer vor 12.000 Zuschauern in der Belgrad-Arena überhaupt nicht ins Spiel und scheiterten besonders mit ihren Würfen aus der Distanz. Am Ende hatte der Gewinner der Titelkämpfe 2003 in Schweden nur zwei seiner insgesamt zwanzig Drei-Punkte-Versuche in den Korb gebracht.
Die deutsche Mannschaft spielt heute Abend (18 Uhr) gegen Slowenien, um 21 Uhr treffen Spanien und Kroatien aufeinander. Für DBB-Coach Dirk Bauermann wird es "das absolut schwerste Spiel des Turniers". Dirk Nowitzki hält den Gegner für den "Topfavoriten".
"Wir haben nichts mehr zu verlieren"
"Was wir bisher gezeigt haben, Hut ab. Aber jetzt wollen wir mehr", sagt der 47 Jahre alte Bauermann forsch, "wir müssen die Chance, die uns keiner gibt, nutzen. Wir haben nichts mehr zu verlieren." Bei einem Sieg würden die Deutschen am Samstag (21 Uhr) gegen den Gewinner der Partie Spanien gegen Kroatien spielen.
"Sie sind groß und jung", urteilt Bauermann über den Viertelfinalgegner, "es ist schon ein Wahnsinn: Slowenien hat 2,5 Millionen Einwohner, nur halb so viele wie Berlin, aber dreimal so viele NBA-Spieler wie wir." Die beiden Center, Primoz Brezec (Charlotte Bobcats) und Radoslav Nesterovic (San Antonio Spurs), verdienen ihr Geld in der US-Profiliga.
Einziger Deutscher in der NBA ist Nowitzki, dem bislang bei Rebounds und Punkten erfolgreichsten Spieler der EM-Endrunde. "Die Slowenen sind auch auf den anderen Positionen gut besetzt, sie haben gute Schützen von außen", so der 27-Jährige, "gegen diesen Gegner müssen wir von Beginn an hellwach sein und besser starten, sonst sind sie schnell mit zwanzig Punkten vorn."