Basketball Erstes NBA-Spiel in China
Shanghai - Das Team aus Texas gewann sein Vorbereitungsspiel vor 11.000 Zuschauern im Shanghai Stadium mit 88:86 gegen Sacramento und sorgte gleichzeitig für ein Novum: Es war die erste NBA-Begegnung, die auf chinesischem Boden stattfand.
Alle Augen richteten sich dabei auf den Superstar der Rockets, den 2,29 Meter großen Yao Ming. Der 23-Jährige, der in Shanghai geboren wurde und mittlerweile seit drei Jahren in Texas spielt, gilt als Phänomen. Oder, wie es NBA-Commissioner David Stern vor Ort formulierte, als "einfach die wichtigste Entwicklung für den Basketball, für die NBA und China aller Zeiten".
Yao Ming: Die NBA in China
Ming, der vor seiner vierten Saison mit den Rockets steht, verdient im Jahr etwa 14,5 Millionen Dollar - eine im Vergleich zu den Großverdienern Shaquille O'Neal (Miami) oder Kobe Bryant (Los Angeles) marginale Summe - doch in seiner Heimat gilt Yao laut "Forbes-Magazine" bereits als absoluter Superstar, bei dem Großsponsoren wie McDonalds oder Reebok Schlange stehen.
Sein sympathisches - und vor allem erfolgreiches - Auftreten in der besten Basketball-Liga der Welt hat dem Center jedoch nicht nur in China zu nahezu unheimlichen Popularitätswerten verholfen (mittlerweile stammt die Hälfte der NBA-Homepageaufrufe von außerhalb Amerikas). Auch in den USA sammelt der junge Schlaks mit jedem Jahr mehr Punkte bei den Fans. In den vergangenen beiden Spielzeiten bekam er bei den All-Star-Wahlen mehr Stimmen als Shaquille O'Neal.
In Shanghai wurden die Zuschauer am Ende doch noch enttäuscht. Rockets-Coach Jeff van Gundy nahm den Publikumsliebling bereits nach drei Vierteln vom Feld - und ließ den Center trotz minutenlanger Sprechchöre nicht mehr zurück. Yao, der 14 Punkte erzielte, hatte dagegen Verständnis für seine Auswechslung: "Ich denke, ich habe nicht so gut gespielt", erklärte er, "ich war ein bisschen nervös, wie in meinem ersten NBA-Spiel."