Final Four der Euroleague Revanche-Pläne und ein "Clásico"
Barcelonas Center Lorbek (l.): "Clásico" im Halbfinale gegen Madrid
Foto: JOSEP LAGO/ AFPHamburg - Vier Teams, ein Ziel: Im Final Four der Euroleague in London spielen ZSKA Moskau, Titelverteidiger Olympiakos Piräus und die beiden spanischen Vertreter Real Madrid sowie FC Barcelona um den Titel der besten Basketball-Vereinsmannschaft Europas. Im Halbfinale trifft Piräus auf Moskau, und zwischen Madrid und Barcelona kommt es zum spanischen "Clásico".
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- ZSKA Moskau: Die Russen nehmen bereits zum zehnten Mal innerhalb der vergangenen elf Jahre am Final Four teil. ZSKA wird dabei angeführt von Theo Papaloukas, der bereits 2006 und 2008 mit Moskau den Euroleague-Titel feiern konnte. Der Grieche liegt zudem in der Euroleague-All-Time-Liste in den Kategorien Spiele (250) und Assists (974) vorn. Im Halbfinale trifft Moskau auf Olympiakos Piräus, damit kommt es zur vorgezogenen Neuauflage des Finals aus dem vergangenen Jahr. Damals siegte Piräus mit einem Punkt Vorsprung. "Ich habe noch nie ein Finale verloren und dann die Chance erhalten, in der nächsten Saison in dieser Art Revanche erneut gegen die Mannschaft anzutreten, die einen bezwungen hat. Aber für zusätzlichen Druck sorgt diese Situation nicht", sagt ZSKA-Centerspieler Nenad Krstic.
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- Olympiakos Piräus: Der amtierende Champion hat allein mit der erneuten Teilnahme am Final Four Außergewöhnliches geschafft - in der Historie ist es zuvor nur drei weitere Clubs gelungen, sich als Titelverteidiger für das Turnier der besten Vier zu qualifizieren. Für Olympiakos-Coach Georgios Bartzokas ist es in diesem Jahr dagegen eine Premiere: "Ich war schon bei vielen Final Fours. In Paris, Saloniki, Barcelona, Berlin. Aber nur als Fan, ich hatte mir normal eine Karte gekauft. Jetzt bin ich Trainer einer der Final-Four-Mannschaften, das ist ein großer Traum. Jetzt müssen wir die Spiele genießen."
- FC Barcelona Regal: Zuletzt gewannen die Spanier das Final-Four-Turnier 2010, in diesem Jahr soll dieser Coup nun wiederholt werden. Allerdings wartet bereits im Halbfinale eine schwere Hürde auf den Club. Es kommt zum Duell mit Liga-Rivale Real Madrid. Damit steigt erst zum zweiten Mal nach 1996 "El Clásico" bei einem Euroleague Final Four. Damals gewann Barça knapp im Halbfinale. In der spanischen Liga ist die Bilanz der direkten Duelle in dieser Saison ausgeglichen, beide Teams konnten jeweils ihr Heimspiel gewinnen.
- Real Madrid: 1996 war Pablo Laso noch Point Guard in Madrid bei der Halbfinalniederlage gegen Barcelona, nun steht er als Trainer von Real an der Seitenlinie. "Keiner von damals ist noch aktiv, nicht mal die Teambetreuer, nur noch ich. Aber was immer bleibt ist die Rivalität zu Barcelona. Meine Erinnerung an das Spiel von 1996 ist, dass es ein großartiges Spiel war - und wir verloren haben. Heute ist alles anders, wir sind ein anderes Team mit anderen Stärken", sagte Laso.
Die Partien des Final Four im Überblick:
Halbfinale I: ZSKA Moskau vs. Olympiakos Piräus (Freitag, 18 Uhr)
Halbfinale II: FC Barcelona Regal vs. Real Madrid (Freitag, 21 Uhr)
Spiel um Platz Drei: Verlierer HF-I vs. Verlierer HF-II (Sonntag, 18 Uhr)
Finale: Sieger HF-I vs. Sieger HF-II (Sonntag 21 Uhr)