Basketball: Harte Strafe für Kiffer - DER SPIEGEL
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Basketball Harte Strafe für Kiffer

Sie hatten den Haschkonsum zugegeben und auf eine milde Strafe gehofft. Doch daraus wurde nichts. Die Anti-Doping-Kommission des Deutschen Basketball-Bundes sperrte die Profis Michael Moten und Tamien Trent lange. Ein anderer Sünder muss noch auf sein Urteil warten.
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Berlin - Die ehemaligen Spieler des Bundesligisten Walter Tigers Tübingen sind wegen der nachgewiesenen Einnahme der Substanz Tetrahydrocannabinol, ein Wirkstoff von Haschisch beziehungsweise Marihuana, rückwirkend ab dem 15. März für neun Monate für alle Wettbewerbe der Basketball Bundesliga (BBL) gesperrt worden. "Die Spieler müssen begreifen, dass sie mit ihrem Fehlverhalten Schaden anrichten", sagte Wolfgang Hilgert, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission. "Es war an der Zeit, ein Zeichen zu setzen."

Da Moten und Trent am 15. März vom Tübinger Management fristlos gekündigt worden war, verzichtet der Club darauf, gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einzulegen. Moten und Trent hatten unmittelbar nach Bekanntwerden der positiven A-Probe zugegeben, gegen die Bestimmungen der Nationalen Antidoping-Agentur Nada verstoßen zu haben. 

BBL-Geschäftsführer Jan Pommer begrüßte das Urteil: "Ich hoffe, dass die Entscheidung eine abschreckende Wirkung hat und sich die Sportler ihrer Verantwortung gegenüber ihren Arbeitgebern, der Liga, aber auch gegenüber den vielen Jugendlichen, die ihren Vorbildern nacheifern wollen, bewusst werden."

Am 3. Mai wird von der Anti-Doping-Kommission der Fall Chris Anrins behandelt. Beim Spieler der Giessen 46ers wurde am 11. Februar dieses Jahres in der Partie gegen Tübingen, in der auch Moten und Trent positiv getestet wurden, die verbotene Substanz Carboxy-Finasterid nachgewiesen. Anrin hatte daraufhin angegeben, dass er ein Haarwuchsmittel verwendet habe, in dem diese Substanz enthalten sei, und auf die Öffnung der B-Probe verzichtet.