Basketball-WM: Nowitzki darf spielen - DER SPIEGEL
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Basketball-WM Nowitzki darf spielen

Das deutsche Basketball-Nationalteam kann bei den Weltmeisterschaften in Indianapolis seinen Star Dirk Nowitzki einsetzen. Dallas-Mavericks-Besitzer Mark Cuban hat sein WM-Verbot für den Würzburger aufgehoben.
Von Peter Unfried
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dallas - Cuban ist mit der Versicherungs-Police einverstanden, die der Deutsche Basketball Bund DBB für Dirk Nowitzki abgeschlossen hat. "Das ist in Ordnung", sagte Cuban SPIEGEL ONLINE. Er hebt deshalb das WM-Verbot für den Mavericks-Angestellten auf. Damit wird Nowitzki bei der WM in Indianapolis für Deutschland spielen können. Es fehlt jetzt nur noch die offizielle Zustimmung der NBA, eine Formsache.

Der DBB hatte bekannt gegeben, für etwa 200.000 Euro eine Spezial-Versicherung abgeschlossen zu haben, die Nowitzkis Gehalt im Verletzungsfall für den Zeitraum einer gesamten Saison bezahlt. Der Power-Forward gilt wegen einer gerade überstandenen Knöcheloperation als besonderer Risikofall. "Ich will ja Dirk nicht am Spielen hindern, ich will nur meinen Club schützen", sagte Cuban.

Die Wendung entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Nachdem der DBB zunächst als einziger Verband nicht die von der NBA geforderte "angemessene" Versicherung vorlegen konnte, ist nun Nowitzki der am besten versicherte Mavericks-Profi.

Während die üblicherweise abgeschlossene Versicherung erst nach 41 verpassten Spielen einspringt, gilt die vom DBB abgeschlossene Police bei einer Verletzung Nowitzkis schon nach zehn Partien. Cuban hat deshalb die Verbände Kanadas und der USA aufgefordert, sich ein Beispiel an Deutschland zu nehmen und die Mavericks-Profis Steve Nash (Kanada) sowie Michael Finley und Raef LaFrentz (beide USA) entsprechend zu versichern.

Wirklich glücklich ist der Mavericks-Besitzer aber nicht: "Mein Risiko bleibt groß." Auch zehn Spiele addieren sich bei Nowitzkis Jahresgehalt (etwa 13 Millionen Dollar) zu einer Millionensumme. Grundsätzlich sei die Versicherungssituation bei einer WM hoffnungslos veraltet und den Millionenverträgen der Stars nicht mehr angemessen, so Cuban. "Die NBA kümmert sich nicht", klagt er.

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