Basketballtalent Hayward Der Family Guy
Jazz Rookie Hayward (l.): Lässt Lakers-Star Bryant alt ausehen
Foto: Jae C. Hong/ AP"Ich bin begeistert. Er hat eine sehr große Zukunft vor sich", staunte Kobe Bryant über Gordon Hayward. Und der Superstar der Lakers musste es wissen, war er doch gerade beim 86:85-Sieg der Utah Jazz gegen die Los Angeles Lakers vom Rookie vorgeführt worden. Hayward brachte es in dem Spiel aber nicht nur auf 22 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists. Er war auch der Hauptakteur in den Schlusssekunden: Zuerst zog er das Foul gegen Bryant und traf beide Freiwürfe zur Führung. Danach hinderte er den Superstar mit guter Verteidigung daran, überhaupt zum Wurf zu kommen. Hayward weiß, wem er solche Leistungen zu verdanken hat.
Bereits in der Schule erstellt Haywards Vater, Gordon Sr., eine Liste von Schritten, die dem Sohn den Traum von der NBA ermöglichen sollen. "Ich selbst glaubte nicht daran, denn ich war einfach zu klein", sagt Hayward, der damals als Freshman gerade so 1,80 Meter maß. Doch seine Mutter bat ihn, noch länger an seinem Traum festzuhalten, und tatsächlich: Bis zur zwölften Klasse wuchs Hayward auf 2,03 Meter heran. In seinem letzten Jahr an der Highschool seines Heimatortes Brownsburg, Indiana, führte er seine Mannschaft ins Finale der Staatsmeisterschaft und sorgte durch seinen Korbleger mit der Schlusssirene für den Titel.
Der athletische Alleskönner mit der Frisur eines Chorknaben entschied sich für die Butler University. Nach einem soliden ersten Jahr führte er die Bulldogs als Sophomore ins Endspiel des NCAA-Tournaments. Dort musste sich Butler nach einer wilden Schlusssequenz - Hayward vergab in letzter Sekunde den entscheidenden Wurf von der Mittellinie - den Duke Blue Devils geschlagen geben. Nach langen Überlegungen entschied sich Hayward mit Hilfe seiner Eltern für die Draft 2010.
Der damalige Jazz-Coach Jerry Sloan und das Team waren begeistert, als sie den 21-jährigen an neunter Stelle der Draft abgreifen konnten. Hayward war genau der richtige Spielertyp für die Jazz - schnell, athletisch, einsatzfreudig. Nach sporadischen Einsätzen zu Beginn der Saison (über die Spielzeit gesehen erzielte Hayward 5,4 Punkte pro Partie in 16,9 Minuten) kam der Small Forward mit der Dreierquote von 47,3 Prozent in den letzten Wochen der regulären Saison langsam ins Rollen und beendete seine erste NBA-Spielzeit mit einer 34-Punkte-Explosion beim Sieg gegen die Denver Nuggets, die Lust auf mehr macht.
Manchmal lohnt es sich eben doch, auf die Eltern zu hören.