Baumann: Klage gegen IAAF-Sperre - DER SPIEGEL
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Baumann Klage gegen IAAF-Sperre

Langstreckenläufer Dieter Baumann kündigte an, gegen seine zweijährige Dopingsperre durch den Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) zu klagen und eine sofortige Starterlaubnis zu erwirken.
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Stuttgart - Am 17. September hatte das Schiedsgericht der IAAF mit der Sperre gegen Dieter Baumann den Freispruch des Rechtsausschusses des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) vom 13. Juli rückgängig gemacht. Deshalb geht der 35-jährige Schwabe davon aus, dass sich der DLV an das Urteil der IAAF hält und ihn nicht für Rennen zulässt. Trotzdem ist der 5000-Meter-Goldmedaillengewinner von Barcelona guter Dinge seinen Sport weiter ausführen zu dürfen. "Ich glaube, dass das Urteil in Sydney mehr als rechtswidrig ist. Es entspricht überhaupt nicht rechtsstaatlichen Prinzipien", erklärte Baumann gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".

"Auf Dauer kann ein Weltverband die Entscheidung eines deutschen Gerichts nicht ignorieren", hält Baumanns Anwalt Michael Lehner die Klage für aussichtsreich, die er im November beim Oberlandesgericht in Stuttgart einreichen werde. Bereits am 31. August hatte Baumann beim Stuttgarter Landgericht eine einstweilige Verfügung erreicht. Das Gericht verpflichtete damals das Schiedsgericht des Weltverbandes bei Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 500.000 Mark, kein Urteil ohne mündliche oder schriftliche Anhörung zu fällen. Doch trotz eines Gnadengesuches und der Anrufung des Internationalen Sportgerichts (CAS) musste Baumann letztendlich auf seine vierte Teilnahme an Olympischen Spielen verzichten.