BBL-Playoffs: Quakenbrück entthront Meister Köln - DER SPIEGEL
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BBL-Playoffs Quakenbrück entthront Meister Köln

Die Sensation ist perfekt: Die Artland Dragons Quakenbrück haben Rhein Energie Köln in einem einseitigen fünften Spiel der BBL-Halbfinalserie geschlagen und stehen erstmals im Endspiel. Dort geht es gegen den nächsten Favoriten.
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Köln- Der Vorrunden-Achte Quakenbrück sorgte im hitzigen Entscheidungsspiel der best-of-five-Serie in Köln mit einer starken Leistung für die nächste Überraschung: Artland setzte sich gegen den amtierenden Meister verdient 84:60 (40:35) und somit insgesamt 3:2 Siegen durch.

In der ersten Playoff-Runde hatten die Dragons bereits den Topfavoriten Alba Berlin mit drei Siegen in drei Spielen entzaubert. Finalgegner Bamberg hatte am vergangenen Dienstag den entscheidenden dritten Sieg (65:60) im vierten Duell mit der EnBW Ludwigsburg gewonnen. Der Meister von 2005 hat am Sonntag (17.30 Uhr) im ersten Finalspiel Heimrecht.

3100 Zuschauer im ausverkauften Kölner EnergyDome sahen ein abwechslungsreiches erstes Viertel. Die Gäste erwischten einen guten Start und zogen schnell auf 20:6 davon, ehe RheinEnergie aufwachte. Das Team von Trainer Sasa Obradovic kam mit einem 9:0-Lauf zurück ins Spiel. Im Anschluss hatten die Dragons bis zur Halbzeitpause stets knapp die Nase vorn. Im dritten Viertel fiel die Entscheidung. Die Aufholjagd der Kölner blieb aus, da die Dragons mit ihrer aggressiven Defense keine leichten Punkte zuließen und die Gastgeber phasenweise sogar vorführten.

Motiviert von mehreren hundert mitgereisten Fans spielte sich Quakenbrück gegen immer verzweifelter agierende Kölner in einen Rausch und siegte völlig verdient. In der Schlussphase musste das Schiedsrichtergespann die Begegnung wegen erhöhter Verletzungsgefahr unterbrechen, da die Spieler auf dem glitschigen Boden gleich reihenweise ausrutschten.

Auch Gegner Bamberg kann sich seit heute Abend uneingeschränkt auf das Finale freuen: EnBW Ludwigsburg hat seinen Protest gegen die Wertung des Halbfinals gegen die Brose Baskets Bamberg zurückgezogen. "Ein Durchziehen des Protestverfahrens könnte die Bamberger Mannschaft in der Vorbereitung und der Spielphase der Finalserie negativ beeinflussen. Das wollen wir definitiv vermeiden", erklärte der 1. Vorsitzende Alexander Reil.

Die Schwaben sind aber nach wie vor der Meinung, dass es sich bei einer umstrittenen Situation in der vierten Partie nicht um eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter, sondern "einen Fehler im Ablauf des Spielgeschehens" gehandelt habe. In der 24. Minute waren den Ludwigsburgern zwei Punkte aberkannt wurden, die sie erzielt hatten, als die Spielzeit- Uhr nach EnBW-Freiwürfen nicht wieder angelaufen war. Die Schiedsrichter annullierten die zwei Punkte und ließen die Partie mit Einwurf fortsetzen. Trotz des zurückgezogenen Protests will Ludwigsburg den Vorgang "auch zur Vermeidung künftiger Fälle in die entsprechenden Gremien zur Aufarbeitung bringen", so Reil.

fpf/sid/dpa

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