BBL-Medienrechte Vier Jahre im Pay-TV
BBL-Finale zwischen Bayern und Alba: Nächste Saison im Pay-TV
Foto: Nicolas Armer/ dpaHamburg - Die Basketball Bundesliga hat die kompletten Medienrechte an die Telekom vergeben. Die Vereinbarung läuft bis 2018 und umfasst alle nationalen und internationalen audiovisuellen Verwertungsrechte. Das gaben die BBL und das Unternehmen in Bonn bekannt.
Basketball-Fans können von der Saison 2014/15 an alle 306 Bundesligaspiele der Hauptrunde, alle Playoff-Begegnungen, die Pokal-Partien sowie den Champions Cup (Meister gegen Pokalsieger) live im Pay-TV sehen. Darüber, wie viel die Telekom zahlt, wurden keine Angaben gemacht. "Man kann aber davon ausgehen, dass wir uns deutlich verbessert haben", erklärte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.
Die Übertragungen sind im TV, auf Smartphone, Tablet oder PC zu sehen. Für Telekom-Kunden ist das Angebot kostenlos, andere Basketball-Interessierte können ein Abo für angeblich weniger als zehn Euro pro Monat erwerben.
Erhält Sport1 erneut den Zuschlag?
Zusätzlich wird es auch weiterhin einen Free-TV-Partner geben, der pro Spieltag eine Partie übertragen darf. Wer diese Rechte erhält, ist noch offen. In den vergangenen fünf Jahren besaß der TV-Sender Sport1 die BBL-Medienrechte. Der Vertrag mit Sport1 lief am Ende dieser Saison aus, die Telekom will nach Gesprächen mit den Bewerbern "zeitnah" eine Entscheidung treffen.
Ob der Sportsender erneut den Zuschlag erhält, ist unsicher. Bei einigen Verantwortlichen der BBL-Vereine herrschte zuletzt Unzufriedenheit über die Zusammenarbeit mit Sport1. Kritisiert wurde die Präsentation der Live-Übertragungen. "Wir sprechen mit Sport1, es gibt aber auch noch andere Interessenten", sagte Pommer.
Über den neuen Partner sagte Pommer: "Das ist eine neue Dimension. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dieser Konstellation den richtigen Schritt getan haben, um noch viel mehr Menschen für die Sportart Basketball zu begeistern."
Für die Produktion stellt die BBL ein Produktions- und Redaktions-Team zusammen. Von allen Spielen wird es Highlight-Zusammenfassungen geben. Durch den Vertrag ist es den Vereinen nicht mehr erlaubt, wie zuletzt Livestreams auf den eigenen Homepages anzubieten.
BBL erwägt Strafe gegen den FC Bayern
Im öffentlichen Streit zwischen den Finalgegnern FC Bayern und Alba Berlin erwägt die BBL eine Strafe gegen die Münchner. "Wir haben Bayern München um eine Stellungnahme gebeten", sagte Pommer. Über eine mögliche Sanktion werde man "in aller Ruhe" entscheiden. Bayerns Trainer Svetislav Pesic und dessen Sportdirektor-Sohn Marko hatten nach dem dritten Finalspiel behauptet, dass Baldi in seiner Rolle als Liga-Vizepräsident Einfluss auf die Partien der Münchner nehme.