Biathlon: Männer-Staffel holt Silber - DER SPIEGEL
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Biathlon Männer-Staffel holt Silber

Nachdem sie in der 4x7,5-Kilometer-Staffel lange hinterher gelaufen waren, sicherten sich die deutschen Herren auf den letzten Metern noch Platz zwei.
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Soldier Hollow - In der letzten Entscheidung der Biathlon-Wettbewerbe der Olympische Winterspiele von Salt Lake sicherte sich die norwegische Staffel die Goldmedaille in einer Zeit von 1:23:42,3 Stunden. In einem packenden Duell der beiden Schlussläufer setzte sich schließlich der Deutsche Frank Luck gegen den Franzosen Raphael Poiree durch. In der Besetzung Ricco Groß (Ruhpolding), Peter Sendel, Sven Fischer und Frank Luck (alle Oberhof) wies die DSV-Staffel am Ende einen Rückstand von 45,3 Sekunden auf die Sieger auf.

"Das waren zwei blaue Augen auf einmal", sagte Bundestrainer Frank Ullrich nach dem turbulenten Rennen: "Ich hatte nie damit gerechnet, dass wir mit einer Strafrunde noch Silber holen, aber der alte Luck hat sich wieder gut verkauft." Die Strafrunde ging auf das Konto von Fischer, der auch bei dreimaligem Nachladen die letzte Scheibe nicht getroffen hatte.

Björndalen schreibt Olympia-Geschichte

Als Schlussläufer der norwegischen Staffel gewann Ole-Einar Björndalen nach seinen Siegen über 20 und 10 Kilometer sowie im Jagdrennen zum Abschluss die vierte Goldmedaille. Björndalen ist damit der erste Wintersportler seit Eric Heiden (USA/Eisschnelllauf 1980), dem dieses Kunststück gelang und zugleich der erfolgreichste Biathlet in Soldier Hollow. Mit insgesamt fünfmal Gold und einmal Silber rückte Björndalen auf Rang sechs der ewigen Olympia-Medaillenwertung vor.

Startläufer Ricco Groß hielt sich stets in der Spitzengruppe und ging nach dem fehlerfreien Liegendschießen mit 3,3 Sekunden Rückstand als Dritter hinter dem Ukrainer Wjatscheslaw Derkatsch und dem Russen Viktor Maigurow in die Loipe. Beim Stehendschießen leistete sich Groß dann drei Fehlschüsse. Zwar setzte er beim Nachladen alle drei Treffer, konnte aber auf seiner Runde nicht mehr viel an Boden gutmachen und schickte Peter Sendel mit 28 Sekunden Rückstand auf Russland und elf auf Norwegen als Dritten in die Spur.

Fischer und Luck mit großen Energieleistungen

Sendel hatte sich in einer internen Ausscheidung für die Staffel empfohlen und sollte seine Nominierung rechtfertigen. Beim ersten und zweiten Schießen musste der Oberhofer jeweils einmal nachladen und war beim Wechsel auf seinen Clubkollegen Sven Fischer (Oberhof) mit 20 Sekunden Rückstand auf Bronze Vierter.

Sven Fischer gab nach seiner Strafrunde in der Loipe alles, leistete sich beim Stehendanschlag zwar noch einen Fehlschuss, schickte aber Schlussläufer Frank Luck mit zwei Sekunden Vorsprung auf Frankreich als Dritten in die Schlussrunde. Luck lief zusammen mit dem Franzosen Poiree bis zum letzten Kilometer und konnte sich dann entscheidend absetzen.