Biathlon: Nicht ordentlich in Schuss - DER SPIEGEL
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Biathlon Nicht ordentlich in Schuss

Bei den Verfolgungsrennen in Südtirol reichte es für keinen der deutschen Biathleten zu einem Platz auf dem Siegerpodest.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Antholz - Bestplatzierte deutsche Teilnehmer waren Uschi Disl (Moosham) als Vierte über zehn Kilometer und Ricco Groß (Ruhpolding) als Siebter im 12,5-Kilometer-Rennen.

Bei den Frauen gewann die Schwedin Magdalena Forsberg, die mit dem ersten Saison-Erfolg zugleich den 20. Weltcup-Sieg ihrer Laufbahn erkämpfte und nun alleinige Rekordhalterin vor Uschi Disl (19) ist. Zweite wurde Corinne Niogret (Frankreich) vor Olena Zubrilowa (Ukraine). Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) wurde Siebte, Katrin Apel (Oberhof) Elfte und Peggy Wagenführ (Altenberg) 14.

Der Franzose Raphael Poiree baute trotz drei Schießfehlern mit seinem zweiten Sieg innerhalb von 24 Stunden die Führung in der Männer-Gesamtwertung aus. Hinter dem Weltmeister belegten die Norweger Ole Einar Björndalen und Frode Andresen die Plätze zwei und drei. Sven Fischer (Oberhof) und Carsten Heymann (Altenberg) landeten auf den Rängen 13 und 14.

Überschattet wurden die Rennen allerdings vom ersten Doping-Fall bei den Skijägern seit acht Jahren. Am Rande der Wettkämpfe teilte der finnische Verband mit, dass die 22 Jahre alte Outi Kettunen bei einer Trainingskontrolle positiv auf das Muskelaufbaupräparat Nandrolon getestet worden war. Die WM-Sechste mit der finnischen Staffel wurde von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) sofort für zwei Jahre gesperrt.

Dass die deutschen Biathleten auch nach dem achten Einzelrennen auf ihren ersten Saisonsieg warten müssen, sorgt noch nicht für Unruhe im Team. "Es ist eindeutig Fakt, dass es läuferisch mangelt und wir da in den nächsten Wochen aufholen müssen. Aber wir dürfen nicht ungeduldig werden und uns erst recht nicht verrückt machen lassen, weil wir noch keinen Sieg haben. Die WM ist erst im Februar", sagte Bundestrainer Frank Ullrich.

"Auch im vergangenen Jahr hat es mit einem Sieg erst im Januar geklappt. Wir haben die ersten Weltcup-Rennen aus dem vollen Training heraus bestritten. Schließlich wollen wir die Bestform erst zur Weltmeisterschaft im Februar erreichen", tröstete sich Ricco Groß, "mit den bisherigen Ergebnissen haben wir die Zugehörigkeit zur Weltspitze bestätigt."